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Falschen Mehltau durch richtige Biozwiebelsorten bekämpfen

Bio-Zwiebeln, Foto: M.Herbener, LWK NRWIn einem dreijährigen Forschungsprojekt des BÖLN wurde ein Gesamtkonzept zur Regulierung des Falschen Mehltaus in Biozwiebeln entwickelt. Die Wissenschaftler stellten fest: Die Wahl hochresistenter Sorten bietet den besten Schutz vor Infektionen mit dem gefährlichen Erreger. Zudem empfehlen die Forscher das Pflanzverfahren.

Der Falsche Mehltau zählt im ökologischen Zwiebelanbau zu den gefährlichsten Krankheiten. Neben hohen Ertragseinbußen von bis zu 75 Prozent führt ein Befall auch zu schweren Qualitätsmängeln. Um ein integratives Gesamtkonzept zur Regulierung des Falschen Mehltaus in Biozwiebeln zu entwickeln, wurde im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) ein dreijähriges Forschungsprojekt durchgeführt.

Sortenwahl

In Kleinparzellenversuchen und auf Praxisflächen kamen die beteiligten Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Wahl hochresistenter Sorten den besten Schutz vor Infektionen mit dem Erreger bietet. Selbst in Jahren mit hohem Infektionsdruck zeigten resistente Sorten während der Studie weitgehend keine Symptome. Zusätzlich zur Resistenz boten diese Sorten zudem überzeugende Erträge und Lagereigenschaften sowie eine gute optische Qualität.

Anbauverfahren und biologischer Pflanzenschutz

Neben der Sortenwahl erwies sich die Pflanzung der Zwiebeln als geeignete pflanzenbauliche Maßnahme gegen Falschen Mehltau. Im Vergleich zur Saat und zum Steckzwiebelanbau sind der allgemeine Krankheitsbefall und der Unkrautdruck beim Pflanzverfahren niedriger.

Als weniger geeignet gegen Falschen Mehltau erwiesen sich biologische Präparate auf Basis von Süßholz- und Salbeiextrakten sowie aus Bakterienkulturen. Sie zeigten nur bei geringem Befallsdruck Wirkung und wiesen durchweg eine zu geringe Regenfestigkeit auf, um die Pflanzen nachhaltig zu schützen. In einem Folgeprojekt prüfen die Wissenschaftler zurzeit, wie sich die Wirksamkeit der Präparate erhöhen lässt.

Informationen zum Projekt:

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

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Stand: 08.05.2012 15:05