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Neue Maschinenhacke erfasst auch Unkraut in der Reihe
Der relativ große Abstand zwischen den einzelnen Kürbispflanzen erlaubt eine höhere Fahrgeschwindigkeit. |
Im Kürbis kann ein größeres Jätemesser verwendet werden. |
Peter Knops und Johannes Spronk haben mit ihrer neuen Hackmaschine bisher gute Erfahrungen gemacht. |
Eine effektive Unkrautbekämpfung ist im ökologischen Gemüsebau von herausragender Bedeutung, um den Einsatz der Kosten intensiven Handhacke auf ein Minimum zu reduzieren. Während verschiedene mechanische Verfahren zur Unkrautregulierung zwischen den Reihen zur Verfügung stehen, fehlte es bisher an einer wirksamen Möglichkeit das Unkraut in der Reihe zu bekämpfen.
Neue Hacke in England entwickelt
Diese Lücke soll der in England entwickelte „Garford In-row Weeder“ schließen, die sich die Landwirte Peter Knops aus Weeze und Johannes Spronk aus Goch in diesem Frühjahr gemeinsam angeschafft haben. Beide Landwirte bewirtschaften ihre Betriebe sei vielen Jahren ökologisch und haben den Gemüseanbau schrittweise ausgedehnt.
Bei der Maschine sind je nach Arbeitsbreite eine oder mehrere Kameras montiert, die die speziellen Jätemesser mit Hilfe eines Computers steuern. Die Kameras dienen dazu, den Abstand zwischen den Kulturpflanzen zu messen, so dass nur das Unkraut zwischen den Einzelpflanzen erfasst wird.
Der Abstand zwischen den Kulturpflanzen muss mindestens 16 cm betragen. Dabei dürfen die Pflanzen jedoch nicht aneinander stoßen, weil die Kameras sonst nicht zwischen den einzelnen Pflanzen unterscheiden können. Auch die Unkräuter müssen für die Unterscheidbarkeit deutlich kleiner sein als die Kulturpflanze. Durch die Kameras gesteuert lenkt sich die Maschine selbst. Knops und Spronk haben eine Maschine mit einer Arbeitsbreite von 3 m gekauft, die von zwei Kameras gesteuert wird, die zusammen für sechs Jätemesser zuständig sind.
Arbeitsgeschwindigkeit steigt mit Abstand der Pflanzen
Je nach Arbeitsgeschwindigkeit liegt die Flächenleistung der Maschine zwischen 0,5 und 0,8 ha je Stunde. Bei weiter auseinander liegenden Pflanzen (z. B. Kürbis) kann dabei schneller gefahren werden als zum Beispiel in Zuckerrüben. Der „Garford In-row-Weeder“ wird in der Fronthydraulik angebracht. Aufgrund des Maschinengewichts benötigt man einen vergleichsweise großen Schlepper.
Der hohe Anschaffungspreis von 85.000 € erfordert eine hohe Auslastung der Maschinenhacke. Knops und Spronk setzen die Maschine daher überbetrieblich ein und haben zu diesem Zweck eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) gegründet. Im ökologischen Gemüseanbau konnte sich die neue Maschine schon vielfach bewähren. Auch für konventionelle wirtschaftende Betriebe könnte sie interessant sein.
Wer sich für einen Einsatz der Hacke in seinem Betrieb interessiert kann man mit Peter Knops und Johannes Spronk jederzeit Kontakt aufnehmen.
Quelle: LZ Rheinland, Ausgabe 27 vom 07. Juli 2011
Ansprechpartner: Christian Wucherpfennig, Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 02821-996-177, E-Mail: christian.wucherpfennig@lwk.nrw.de



