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Bioeier verkaufen sich überall gut

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Die Haushaltseinkäufe bei Eiern gingen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 1,2 % zurück. Dies ist jedoch nicht endgültig und wird sich wieder ändern. Die folgenden Zahlen zeigen, dass es beim Eierabsatz nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner gibt.

Bodenhaltung und Freilandeier legten zu

Da sind zum Beispiel die Verbrauchermärkte, die beim Absatz im Segment Bodenhaltung 33 % zulegen konnten oder die Discounter ohne Aldi und Lidl, die sich bei Freilandware im Gegensatz zu allen anderen Absatzwegen über ein Plus von 22 % freuen konnten.

Graphik: Veränderung der deutschen Haushaltseinkäufe beim Eierkauf, LWK NRW, Michael Lüke

Im Bereich Bio gibt es nach den aktuellen Zahlen sogar nur Gewinner bei allen Absatzwegen mit durchschnittlich 45 % Zuwachs. Hier gilt es sicherlich zu bedenken, auf welchem Niveau dieser Zuwachs zu verzeichnen ist, denn mit lediglich 6 % der insgesamt gekauften Eier ist der Marktanteil der Bioware auch weiterhin nicht zu groß.

Preisverfall bei Boden- und Freilandeiern

Außerdem muss die Frage erlaubt sein, auf welchem Preisniveau bewegen wir uns? So ist der Preisverfall in der Bodenhaltung und bei Freilandeiern nun schon seit Jahren Fakt. Im Alternativsegment kämpfen beide Haltungsformen momentan um ein ähnliches Käuferpotential, wobei vor allem das Biosegment immer deutlicher zum Konkurrenten für die Freilandware wird.

Die Bioware ist somit in der kurzfristigen Betrachtung der klare Sieger beim Werben um Kunden. Sollte es jedoch auch in diesem Bereich, ähnlich wie zuvor in allen anderen Segmenten, zu einem Preiskampf kommen, sind auch hier deutliche Verschiebungen beim Einkauf zu erwarten.

Betrachtet man das Käfigsegment, so ist nicht zuletzt durch die Vermarktungspolitik der großen Discounter ein Verlust von Markanteilen zu verzeichnen. Klar ist aber auch, dass die Preise für Käfigware gegenüber dem Vorjahr im Gegensatz zu allen anderen Bereichen zulegen konnten.

Eiermarkt ständig in Bewegung

Diese Bewertung ist aber ebenfalls nur eine Momentaufnahme und unterliegt einem beständigen Wandel. So bleibt z. B. abzuwarten, wie sich Eier aus der modernen Kleingruppenhaltung im Konzert der Haltungssysteme einordnen werden. Allein die Möglichkeit, dass diese neue Haltungsform in den Markt drängen wird, bedeutet aber schon den nächsten Wandel bei den Eierkäufen.

Quelle und Ansprechpartner: Dr. Michael Lüke, Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 0228-703-1415, E-Mail: Michael.Lueke@lwk.nrw.de

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Stand: 23.11.2006 00:00