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Hörner als Qualitätskriterium

Braunvieh-Milchkuh mit Hörnern, Foto: BLE / BonnFrüher waren beim Viehkauf Hornform und Qualität ein beachtetes Kriterium, weil eine enge Beziehung zur Fruchtbarkeit bekannt war.
Am Hornwachstum zeigt sich deutlich das Stoffwechselgeschehen: Für jedes Kalb bildet sich ein Ring, der den veränderten Umsatz während der Trockenstehphase und in der Frühlaktation widerspiegelt. Je tiefer die Kerbe, desto größer die Umstellung und somit die Belastung für das Tier. Umsatztypen zeigen meist weniger Hornwachstum als Ansatztypen.

Die Form der Hörner ist rassespezifisch unterschiedlich. Während die Hörner der altdeutschen Schwarz- und Rotbunten rundlich nach unten gerichtet sind, zeigen die HF-Kühe eher ausladend nach vorne geschwungene Hörner, was zusätzlich zu ihrem Temperament das Risiko von Verletzungen erhöht. Die üppigen „Geweihe“ der Fleckviehkühe und des Braunviehs sind ebenfalls sehr imposant.

Ist Milch von behornten Kühen besser verträglich?

Relativ neu sind Berichte von Heilpraktikern, dass Kuhmilchallergiker Milch von hörnertragenden Kühen problemlos vertragen. In diesem Bereich besteht Forschungsbedarf, da sich hier eine Möglichkeit bieten könnte, den Mehraufwand - den die Haltung behornter Kühe unbestritten mit sich bringt - entlohnt zu bekommen.

Ein entsprechendes Forschungsvorhaben ist im Ökobetrieb Haus Riswick in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für biologisch-dynamische Landwirtschaft der Universität Kassel in Planung.

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Stand: 04.01.2010 13:41