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Gartenbau
Gemüsebau
Gemüse gehört im ökologischen Landbau zu den Kulturen mit den höchsten Deckungsbeiträgen. Auf landwirtschaftlichen Betrieben sind Gemüsekulturen gerade für die Vermarktung eine Bereicherung.
Allerdings
werden hohe Anforderungen an das Management gestellt. Dies gilt auch für
die Nährstoffversorgung, die Unkrautregulierung und die Vermarktung. Arbeitsspitzen
können i.d.R. nur mit Fremdarbeitskräften bewältigt werden. Die
Vermarktung von Feldgemüse erfolgt meist als Direktvermarktung oder über
Anbauverträge, in denen auch die Qualitätsstandards für das Erntegut
festgelegt sind.
Der Erwerbsgemüsebau zählt zu den intensivsten Formen landwirtschaftlicher Tätigkeiten. Mit der starken Ausrichtung auf gärtnerische Kulturen hat eine Tierhaltung auf Gemüsebaubetrieben oft keinen Platz. Dadurch steht diesen Betrieben auch kein eigener Wirtschaftsdünger zur Verfügung. Die Betriebe sind somit häufig auf die Zufuhr von Nährstoffen und anderen Hilfsstoffen von außen angewiesen und nutzen ihre Böden in der Regel intensiv. Der Öko- Gartenbaubetrieb muss daher der Bodenpflege und einer sinnvollen Fruchtfolgegestaltung mit Leguminosen und Gründüngung eine große Bedeutung zumessen.
Der Unterglas-Gemüsebau kann sich gerade für direktvermarktende Betriebe anbieten. Den Investitionen für ein Glas- oder Folienhaus stehen im Vergleich zu Freilandanbau höhere Erlöse durch schnellere Kulturfolge und früheres Angebot gegenüber.
Obstbau
Der
ökologische Obstbau stellt eine besondere Herausforderung für die
Bewirtschafter dar. Neben hohen Investitionskosten für
die Anlage, der relativ langen ertragslose Anlaufzeit sind es die auch verschiedene
Schädlinge und Krankheiten oder Wetterunbilden, die eine Obsternte bedrohen
können. Jedoch ist in Deutschland die Nachfrage nach Öko-Obst
generell deutlich höher als das hier erzeugte Angebot. Damit stellt sich
der ökologische Obstbau als eine wirtschaftlich interessante Herausforderung
dar.
