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Talsohle überwunden

 

Frau bedient sich am Salatbuffet des Partyservice, Foto: D. Menzler, BLE/ Bonn
Engagiert und kreativ zeigen die inzwischen acht Küchen- und Gastroprofis, dass eine Verpflegung mit Bio in allen Bereichen der Ausser-Haus-Verpflegung auch bei knappem Budget täglich möglich ist.

 

In den vergangenen Jahren zeigten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Außer-Haus-Markt ungünstig. Konjunkturflaute, steigende Arbeitslosenzahlen und schlechte Aussichten für das persönliche Einkommen bremsten den Konsum der deutschen Verbraucher. Im vergangenen Jahr zeichnete sich jedoch eine Trendwende ab.

Außer-Haus-Markt legt wieder zu 

Die Erwartungen der Bundesbürger in die neue Regierung und die Vorfreude auf die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft schlugen sich Ende 2005 positiv im Konsumklimaindex nieder. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf den Außer-Haus-Markt, der 2005 erstmals seit dem Jahr 2000 ein leichtes Wachstum aufzeigte. Die Talsohle für den Außer-Haus-Markt scheint damit durchschritten.

Gastronomie kann wieder punkten

Die kommerzielle Gastronomie erzielte nach ZMP-Ermittlungen eine Umsatzsteigerung von 0,5 Prozent auf 36,17 Milliarden  Euro und ein Plus bei den Besuchen von 0,7 Prozent auf 4,55 Milliarden. Die leichte Aufwärtstendenz resultiert aus den positiven Entwicklungen der Schnellrestaurants/Imbisse.

Innerhalb der Schnellrestaurants/Imbisse wuchsen Hamburgerketten am stärksten, gefolgt vom Bäckerimbiss, der Handelsgastronomie und dem ausländischen Imbiss. Auch die  Umsätze in den Bedienungsrestaurants sind erstmals seit Jahren wieder konstant. Über neue Angebote wie der Mittagslunch für Berufstätige unter der Woche konnten neue Kunden gewonnen werden. Mehr geordert wurden vegetarische Hauptgerichte, belegte Sandwiches und alkoholfreie Getränke, während Spezialitäten und Fleisch-Hauptgerichte weniger bestellt wurden.

Das Frühstücksgeschäft wächst

Die Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung entwickelt sich weiterhin über alle Segmente positiv. Betriebsrestaurants versuchen das Frühstück als Zusatzgeschäft in den Fokus zu rücken und können mit diesem Angebot bei ihrer Kundschaft punkten. So sorgten belegte Brötchen ebenso wie Kaffeespezialitäten für Umsatzzuwachs.

Öko in der GV-Schiene

 

Kind bedient sich am Buffet, Foto: T. Stephan
Immer mehr Caterer und Großbetriebe setzten auf Bio.

 

Die ersten ökologischen Lebensmittel bahnten sich bereits Anfang der neunziger Jahre ihren Weg in den Außer-Haus-Markt. Doch in den folgenden Jahren gab es eine Ernüchterungsphase. Aufgrund der höheren Preise und der noch mangelhaften Logistik gaben viele Küchen wieder auf. Erst Ende der neunziger Jahre konnten die Anfangsschwierigkeiten überwunden werden.

Die ersten spezialisierten Lieferanten für den Außer-Haus-Markt etablierten sich und die ersten Großküchen stellten vollständig auf den Einsatz von Biolebensmitteln um. Nach der BSE-Krise begann eine Boomphase. Immer mehr Caterer und Großbetriebe setzten auf Bio.  Mittlerweile befindet sich der Markt in einer Normalisierungsphase. Bio-Produkte haben sich in diesem Vertriebskanal inzwischen etabliert. Gleichzeitig erfüllen immer mehr Bio-Zulieferer die Ansprüche der Gemeinschaftsverpfleger.

Die Umsätze in der Außer-Haus-Verpflegung machen rund 30 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes aus; daher bietet dieser Markt auch für Bio-Lebensmittel ein großes Wachstumspotenzial. In Nordrhein-Westfalen hat sich die bereits 1999 gestartete Kampagne „Natur auf dem Teller“ mittlerweile zum bundesweiten Vorbild für den dauerhaften Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung entwickelt.

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Stand: 01.01.2007 00:00