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2025: Doppelt so viele Waldbrände wie im Vorjahr – Fläche so groß wie Norderney verbrannt

13.07.2026

Nach der ruhigeren Waldbrandsaison 2024 gab es im Jahr 2025 mit 1 175 Waldbränden mehr als doppelt so viele Brände wie im Vorjahr. Die verbrannte Fläche von insgesamt 26,3 km² entspricht der Größe der Insel Norderney und war aufgrund eines Großbrandes in Sachsen besonders hoch. 

Nur in den Jahren 1992, 2019 und 2022 war noch mehr Wald betroffen. Das zeigt die Waldbrandstatistik 2025 des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL).

Mit 1 175 Waldbränden hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zum niederschlagsreichen Vorjahr mehr als verdoppelt und liegt wieder im Schnitt der vergangenen Jahre (1991 bis 2024: 1 139 Brände). Ein Großbrand in der sächsischen Gohrischheide Anfang Juli 2025 erhöhte mit rund 1 867 ha die verbrannte Fläche auf insgesamt 2 626 ha – das entspricht 3 676 Fußballfeldern oder der Fläche Norderneys. Damit liegt der Wert für 2025 um ein Vielfaches über dem langjährigen Mittel von 844 ha (1991 bis 2024). Die Brandfläche betraf 1 612 ha Laubholz und 1 015 ha Nadelholz.

Waldbrandstatistik 2025

Extrem trockener Frühling begünstigte Waldbrände

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war das Jahr 2025 eines der sonnigsten, zudem ungewöhnlich warm und trocken. Vor allem im Frühjahr blieben die Niederschläge aus und sorgten früh für hohe Waldbrandgefahr. Juni und August waren deutlich zu warm und Anfang Juli gab es extreme Hitze. Erst im September verringerte sich die Waldbrandgefahr. Dies spiegelt sich auch in der Statistik wider, die bereits im April 233 Brände verzeichnete, gefolgt von jeweils über 200 Bränden in den Monaten Mai und Juni sowie 200 und 147 Bränden im Juli und August 2025.

Größte Brandflächen in Sachsen, Brandenburg und Bayern

Aufgrund des Großbrandes führt Sachsen die Waldbrandstatistik 2025 im Ländervergleich mit 1 894 ha verbrannter Fläche an. Mit großem Abstand folgen Brandenburg (252 ha) und Bayern (224 ha). Bei der Anzahl der Waldbrände liegt Brandenburg mit 317 Bränden vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (135 Brände) und Niedersachsen (128 Brände).

Jeder fünfte Brand vermutlich vorsätzlich gelegt

Rund 46 % aller Waldbrände entstanden aus unbekannten Ursachen, gefolgt von Fahrlässigkeit mit ungefähr 27 %. 19 % aller Waldbrände – und damit fast jeder fünfte Brand – wurden vermutlich vorsätzlich verursacht. Fast die Hälfte der Brände, die durch Fahrlässigkeit entstanden, waren unter anderem auf Camper, Besucher im Wald oder Kinder zurückzuführen.

Die vollständige BLE-Waldbrandstatistik ist abrufbar unter www.bmel-statistik.de/waldbrandstatistik.


BLE