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Versuchszentrum Gartenbau Köln-Auweiler

Versuchszentrum Gartenbau Köln-Auweiler – Ökologischer Gemüsebau

Seit 1978 wird der ökologische Anbau am Standort untersucht, damit ist Auweiler einer der ältesten Öko-Versuchsstandorte in Deutschland. Seit 1991 wird auf den Versuchsflächen nach Bioland-Richtlinien gearbeitet.

Der Versuchsstandort für ökologischen Gemüsebau der Landwirtschaftskammer NRW liegt im Norden von Köln auf 46 m über NN. Für die Versuche stehen 3,5 ha im Freiland und 2 400 m² Gewächshausfläche zur Verfügung. Es werden Braunerde/Para-Braunerde-Böden aus sandigem bis schluffigem Lehm bewirtschaftet, die 70 bis 80 Bodenpunkte erreichen und mit einer gemüsebaulichen Fruchtfolge belegt sind. Die langjährige Jahres-Durchschnitts-Temperatur beträgt 11 °C bei einem Niederschlag von 750 mm.

Die Umsetzung der Versuche erfolgt durch 2,3 Fest-Arbeitskräfte sowie im Durchschnitt bis zu vier Auszubildende; weitere Aushilfen ergänzen das Versuchs-Team. 

Im Versuchsausschuss haben Gärtnerinnen und Gärtner sowie interne und externe Berater und Beraterinnen die Gelegenheit, das Versuchsprogramm mitzugestalten. Hier wird intensiv über die Ergebnisse diskutiert und es werden Themen und Fragestellungen für weitere Versuche geklärt. Zwischen dem Ökoteam der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und dem Versuchsstandort Köln-Auweiler besteht durch die gemeinsame Planung und die Begleitung der Versuche durch die Berater und Beraterinnen eine enge Verzahnung.

Eine wichtige praktische Fragestellung für den viehlosen Versuchsbetrieb in Auweiler besteht in der sinnvollen Nutzung von Luzerne in der Fruchtfolge. Ein Versuch zu diesem Thema wurde bereits vor zehn Jahren begonnen und ist heute hochaktuell. Hier wird das Verfahren „Cut & Carry“ eingesetzt, bei dem Luzerne als Frischmasse oder Silage zur Düngung von einer Geberfläche auf der zu düngenden Fläche flach eingearbeitet wird. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist beispielsweise, dass, verglichen mit dem Einsatz von Haarmehlpellets, Cut & Carry gleichwertige Erträge liefert. 

Eine weitere Thematik ist die Pflanzung von Gemüse in eine Mulchauflage, zum Beispiel bestehend aus einer gehäckselten Zwischenfrucht. Hier stehen die Fragen zur Nährstoffdynamik und zum Wassereinsatz im Fokus. Neben den Fragen zum Nährstoffmanagement werden auch in jedem Jahr Sortenprüfungen durchgeführt.

Ansprechpartnerin für Versuche im Ökologischen Gemüsebau ist 

Dr. Ute Perkons

Telefon: 0 221/ 53 40 270

Email: Ute.Perkons@lwk.nrw.de.


Versuche im ökologischen Gemüsebau 2021

Cocktail-Tomatensorten

In den Versuchsjahren 2020 und 2021 wurden in Köln-Auweiler im geschützten Anbau Cocktail-Tomatensorten geprüft. In beiden Jahren hatte "Annamay F1" mit 38 g Einzelfruchtgewicht um 4 g schwerere Früchte als "Amoroso F1" und erzielte signifikant höhere Erträge. "Amoroso F1" war aromatischer und zeigte höhere Grad-Brix-Werte. Die höchsten Erträge erzielten die jeweils nur in einem Versuchsjahr geprüften Sorten "Primioso F1" und "Brioso F1".
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Gurkensorten

Auch 2021 wurden wieder Schlangengurken in Köln-Auweiler geprüft. Die Sorten "Dee Gree F1" (38,1 Stück/m²), "Dee Lite F1" (35,1 Stück/m²) und "Galaxy F1" (36,1 Stück/m²) erzielten durch die hauptsächliche Bildung von Fruchtgewichten unter 500 g die höchsten Stückzahlen. 
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Vielversprechende Unterlagen für Paprika

Die Unterlagen „Snooker“ (Syngenta), „Taritana“ (The Rootstock Company), „5102“ (Enza) und „5103“ (Enza) sind vielversprechend und zeigten mit Ausnahme von „5102“ (Enza) in beiden Versuchsjahren einen höheren mittleren Ertrag im Vergleich zur unveredelten Kontrolle. Statistisch absicherbar war der Effekt nur für zwei Unterlagen im ersten Versuchsjahr. Daher werden die Unterlagen 2022 erneut geprüft.
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Zweites Versuchsjahr: Frühe Pflanzung von Roter Bete

Insgesamt waren die Sortenunterschiede in beiden Versuchsjahren eher gering. Zu den frühen Ernteterminen wurden bei „Robuschka“, „Gesche“ und „Rhonda F1“ geringere Erträge festgestellt. Die Sorte „Rhonda F1“ fiel auch durch eine geringere Blattgesundheit auf. „Boro F1“ erzielte in beiden Versuchsjahren jeweils bei früher und später Ernte den höchsten absoluten Ertrag. Die geringste Ausfärbung wies die Sorte „Grenade F1“ auf. Durch das Wachstum im Erdpresstopf war das Wurzelbild stark verzweigt und optisch wenig ansprechend.

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Feststoff-Dünger für Tomaten im Unterglasanbau

Die geprüften Feststoff-Dünger (Federmehl-Pellets, Hornspäne und Biosol) erzielten in drei Versuchsjahren (2017 bis 2019) gleichwertige Erträge zu der flüssig, mit Vinasse gedüngten Kontrolle und der ungedüngten Kontrolle. Alle Feststoff-Dünger führten zu einem geringeren Salzeintrag in das Gewächshaus. Die Qualität des Gießwassers hat jedoch den größten Einfluss auf die Salzanreicherung im Boden.

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Dattel-Tomaten Sorten

Über zwei Jahre wurden in Köln-Auweiler vier Tomatensorten vom Typ Dattel unter ökologischen Bedingungen geprüft (Tab. 1). Die Pflanzung der zweitriebig veredelten Pflanzen erfolgte Mitte bis Ende März. Den höchsten Ertrag erzielte in beiden Versuchsjahren die Sorte „Gustafano F1“ (Enza), die eine blockige Fruchtform aufweist. Die Sorte „Baloe F1“ (De Bolster) konnte weder ertraglich noch geschmacklich überzeugen.

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Informationen zum ökologischen Ackerbau finden Sie hier.


Informationen zum ökologischen Beerenobstbau finden Sie hier

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