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Bodenzustand für die Frühjahrsbestellung richtig einschätzen

10.03.2026
Bodenzustand prüfen
Die Bilder zeigen eine unterschiedliche Festigkeit der Böden. Klick aufs Foto zur Erläuterung!

Wenn das Sonnenwetter anhält und die Böden abtrocknen, kann mit einer Befahrung und Bodenbearbeitung begonnen werden. Allerdings sollte zunächst kontrolliert werden, wie hart und brüchig der Boden ist. Wichtiger als eine frühe Pflanzung ist es, die richtige Bodenstruktur für die Aussaat und Pflanzung zu beachten. 

Auf einem harten, tragfähigen Boden kann zum Vegetationsstart zuerst die organische Düngung ausgebracht werden, bevor weitere Bodenbearbeitungsgänge zur Aussaat der Sommerungen erfolgen. Ist der Boden noch hart, aber abgetrocknet, reichen geringe Niederschlagsmengen für eine Durchfeuchtung und das einfache Brechen der Krume. Der mechanische Bearbeitungsaufwand für die Aussaat kann damit erheblich gemindert werden. Es ist auch sinnvoll, vor einem kleinen Regenschauer den Boden aufzuziehen, damit der Boden besser durchfeuchtet und wieder schneller abtrocknet. 

Bodenzustand für Öko-Ackerbau elementar

Im ökologischen Landbau hängt alles von einem guten Bodenzustand ab. Ist der Boden durch eine zu feuchte Bearbeitung verdichtet, besteht keine Möglichkeit, diesen Fehler durch andere produktionstechnische Maßnahmen wieder zu korrigieren. Damit wäre ein hohes Ertragspotenzial für das Pflanzenwachstum vergeben. 

Wichtig zu beachten ist: Auch wenn die Sonne scheint, muss auf die Befahrbarkeit der Böden geachtet werden, um Verdichtungen zu vermeiden. 

Bodenzustand prüfen

Über eine einfache Spatenprobe kann die Feuchtigkeit im Unterboden kontrolliert werden. Dazu die Erdbrocken aus verschiedenen Bodentiefen entnehmen und diese mit den Fingern zerdrücken. Eine Bodenbearbeitung kann zwischen brüchig (Krume) und hart (Unterboden) erfolgen.


Franz-Theo Lintzen,
Landwirtschaftskammer NRW