Aktueller Inhalt:

Förderung des Ökologischen Land- und Gartenbaus

26.03.2018

Erhalt und besonders schonender Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen - wie beispielsweise Boden, Wasser und Artenvielfalt - gehören zum Grundverständnis des ökologischen Landbaus. Er ist ein Modell einer besonders umweltverträglichen und tiergerechten Form der Landbewirtschaftung, deren Produkte von immer mehr Menschen nachgefragt werden. Die Landesregierung fördert den Ökolandbau daher auf vielfältige Weise.

Richtlinien zur Förderung des ökologischen Landbaus (als PDF)

Runderlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz II A 4 - 62.71.40
vom 5. November 2015

Förderung nach europäischem Recht

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des „NRW-Programms Ländlicher Raum“ die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau und die Beibehaltung dieser besonders umweltverträglichen, tiergerechten und verbrauchernahen Bewirtschaftungsweise. Grundlage hierfür ist die sogenannte ELER-Verordnung der Europäischen Union (EU). Die Maßnahme wird durch die EU und den Bund über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) mitfinanziert. In 2013 erhielten in NRW rund 1.500 Ökobetriebe für die ökologische Bewirtschaftung von 55.000 Hektar eine Auszahlung.

Für die Förderperiode von 2014 bis 2020 sind zur Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft 133 Millionen Euro eingeplant. Sobald der entsprechende Entwurf des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2014 -2020“ von der EU-Kommission genehmigt wurde, werden die entsprechenden Förderrichtlinien für den Förderzeitraum ab 2015 veröffentlicht. Sie enthalten die weiteren Bestimmungen und verbindlichen Fördersätze.

Über die direkte Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft hinaus, unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen den Ökolandbau auch bei der Ausbildung, der Beratung, der Forschung und der Vermarktung. Die seit vielen Jahren mit Hilfe des Landes durchgeführten „Aktionstage Ökolandbau NRW“ ermöglichen konkrete Einblicke in die besondere Art der Produktion und informieren über die Vorteile von ökologisch erzeugten Bio-Lebensmitteln.

Weitere Informationen:

Thema „NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020“

Förderanträge an die Landwirtschaftskammer NRW

Gefördert werden Landwirtinnen und Landwirte mit Betriebssitz in Nordrhein-Westfalen. Bewilligungsbehörde ist der Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter. Zu den Verpflichtungen gehören insbesondere die Einhaltung der Vorschriften der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau im Gesamtbetrieb und der Abschluss eines Kontrollvertrages mit einer anerkannten Kontrollstelle. Für die Förderung von Dauergrünland ist in Nordrhein-Westfalen außerdem ein Mindestviehbesatz von 0,3 raufutterfressenden Großvieheinheiten je Hektar Dauergrünland erforderlich. Neuantragsteller ab 2015 dürfen zudem kein Dauergrünland in Ackerflächen umwandeln oder sogenannte Pflegeumbrüche vornehmen.

Antragsformulare

Die in der Grafik aufgeführten Prämien des NRW-Programms "Ländlicher Raum 2014 – 2020" gelten für Neuantragsteller ab 2015.

Förderung des Ökolandbaus in Nordrhein-Westfalen

Fördersätze für ökologische Anbauverfahren in Euro/Hektar
Kulturart1. - 2. Jahr3. - 5. Jahrab 6. Jahr
(Beibehaltung)
Ackerland520260260
Grünland330220220
Gemüse, Zierpflanzen1.440400 400
Dauerkulturen inkl. Baumschulpflanzen 2.160940940
Unterglasfläche6.0005.0003.800

Öko-Kontrollkostenzuschuss: 50 Euro pro Hektar bis max. 600 Euro pro Betrieb.

Ökologischer Landbau - Förderperiode 2014 - 2020
Ratgeber Förderung in Nordrhein-Westfalen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Quelle: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV), Schwannstr. 3, 40476 Düsseldorf

Weitere Informationen

Abonnieren Sie den Ökolandbau NRW-Newsletter

Die obenstehende Einwilligungserklärung kann jederzeit formlos gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf, (E-Mail: Poststelle@mulnv.nrw.de) widerrufen werden: Die von Ihnen auf dieser Seite angegebenen personenbezogenen Daten (zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Anschrift usw.) werden vertraulich und nur zur Versendung der von Ihnen abonnierten Newsletter des Ministeriums per E-Mail verwendet. Ihre Daten werden ausschließlich auf dem Server des Landesbetriebs Information und Technik NRW gespeichert. Das Abonnement kann von Ihnen auf dieser Seite jederzeit mit sofortiger Wirkung beendet werden. Ihre Daten werden dann unverzüglich gelöscht.


Vom Newsletter abmelden...