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Regionaler Biomarkt NRW

Erzeugung, Verarbeitung und Handel von Ökolebensmitteln in Nordrhein-Westfalen
Marktanalysen - Fallbeispiele

  • 4. vollständig überarbeitete Auflage, Stand Dezember 2015

Langfristig stabiles einstelliges Wachstum zu erwarten

In den ersten zehn Jahren der Einführungsphase von Bio im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) waren die Wachstumsraten, ausgehend von einem recht geringen Niveau, beachtlich und lange Zeit zweistellig. Inzwischen – nach einer kurzen Konsolidierungsphase in 2009 und 2010 – ist ein solides einstelliges Wachstum der Umsätze auch im LEH zu beobachten. Der Trend zu Bio ist ungebrochen. Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wird inzwischen in fast jeder Einkaufsstätte mehr oder weniger umfangreich angeboten. Das ehemals stark durch die Ausweitung der Distributionsdichte bedingte Wachstum (angebotsinduziert) wird nun durch eine steigende Nachfrage der Verbraucher hervorgerufen. Das ist eine gute und gesunde Entwicklung und bestätigt die Langfristprognose, dass Bio-Lebensmittel an Bedeutung gewinnen und ein stabiler Wachstumstrend auch in den nächsten Jahren zu erwarten ist.

Mittlerweile ist es der Naturkostfachhandel, der zwar einstellig, aber stärker wächst als der LEH. Neue Bio-Interessierte, die über den LEH Bio erst einmal kennen gelernt haben, wollen mehr Vielfalt und werden so zu Fachhandelskunden. Das Interesse an dem qualitativ hochwertigem Bio-Angebot wächst trotz eines durchaus gerechtfertigten, aber dennoch hohen Preisniveaus. Was erneut beweist, dass eine wachsende Anzahl an Verbrauchern nicht nur auf den Preis, sondern auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schaut und für gute Qualität auch bereit ist, höhere Preise zu zahlen.

Vorwort Umweltminister Remmel

Die gesamte Broschüre "Biomarkt NRW" können Sie als pdf herunterladen (6,68 MB)

Erzeugung (Markus Rippin, Birgit Will)

Die ökologische Anbaufläche in NRW steigt kontinuierlich. Seit 2002 ist sie von 39.000 ha auf gut 70.000 ha in 2014 gestiegen. Die Zahl der landwirtschaftlichen Ökobetriebe stieg in den letzten Jahren auf etwa 1.800 in 2014.

  • 39.760 ha Dauergrünland
  • 19.707 ha Ackerland
  • 3.338 ha Gemüsebau (incl. Zierpflanzen)
  • 432 ha Dauerkulturen (incl. Obstbau, Baumschulflächen)

(BLE, Stand 31.12.2014, Doppelnennungen möglich)

Erzeugung (Markus Rippin, Birgit Will) (PDF, 7,79 MB)

Verarbeitung (Markus Rippin, Birgit Will)

Nordrhein-Westfalen kann eine breite Basis an verarbeitenden Unternehmen vorweisen. Mit ihrer langjährigen Kompetenz sorgen sie für eine vielfältige Produktpalette an Bio-Produkten.

  • 3.460 Bio-Betriebe insgesamt in NRW
    • 1.798 Erzeugende Unternehmen
    • 1.485 Erzeugende und verarbeitende Unternehmen
      • davon 258 Erzeugende und verarbeitende landwirtschaftliche Betriebe
    • 1.097 Verarbeitende Unternehmen
    • 42 Importierende Unternehmen
    • 4 Erzeugende, verarbeitende und importierende Unternehmen
    • 18 Futtermittelunternehmen
    • 375 Handelsunternehmen
    • 223 Sonstige Verarbeitungsunternehmen mit umfangreicher Produktpalette, die sich nicht den bisherigen Bereichen zuordnen lassen

(Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nach EG-Öko-Verordnung, Stand: 31.12.2014)

Verarbeitung (Markus Rippin, Birgit Will) (PDF, 3,85 MB)

Außer-Haus-Verpflegung (Rainer Roehl)

Der Außer-Haus-Markt in Deutschland ist ein spannender und perspektivenreicher Milliardenmarkt. Gleichwohl ist dieses Segment der Lebensmittel- und Dienstleistungswirtschaft äußerst komplex, sehr heterogen und von der Marktforschung im Vergleich zum Lebensmitteleinzelhandel noch wenig durchleuchtet.

Außer-Haus-Verpflegung (Rainer Roehl) (PDF, 8,23 MB)

Handel (Markus Rippin, Birgit Will)

Ökoprodukte finden sich mittlerweile in nahezu allen Handelsregalen. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt weiter kontinuierlich. Rund 7,91 Mrd. Euro setzte der deutsche Handel in 2014 mit Bio-Produkten um. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 4,8 Prozent (7,55 Mrd.).

Handel (Markus Rippin, Birgit Will) (PDF, 1,83 MB)

Direktvermarktung (Dieter Kroppenburg)

Die Direktvermarktung hat in der Biobranche in Nordrhein-Westfalen eine lange Tradition. Für die ersten Biobetriebe gab es noch keine Handelspartner, über die sie ihre Erzeugnisse als Bio-Produkte absetzen konnten. Wollten sie ihre Erzeugnisse nicht konventionell vermarkten, blieb nur die Möglichkeit, den Verkauf der ökologisch erzeugten Produkte selbst in die Hand zu nehmen. Nach Angaben des BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) wurde 2014 mit Bio-Lebensmitteln ein Umsatzplus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Speziell der Naturkostfachhandel, zu dem beispielsweise auch die großen Hofläden zählen, wuchs um 9 Prozent.

Direktvermarktung (Dieter Kroppenburg) (PDF, 2,34 MB)

Broschüre "Regionaler Biomarkt NRW" bestellen

Auf den Seiten des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV): www.umwelt.nrw.de steht Ihnen die Broschüre als pdf zur Verfügung - dort können Sie auch kostenfrei eine Druckversion bestellen: Tel: 0211- 45 66-666, Fax: 0211-45 66-388, E-Mail: infoservice@mkulnv.nrw.de

Impressum:

Herausgeber und Bezug: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, www.umwelt.nrw.de

Redaktion: Referat Ökologischer Landbau; Wolfgang Neuerburg, Christine Schenkel
Texte: Dieter Kroppenberg (Aachen), Markus Rippin (Bornheim), Rainer Roehl (Münster), Birgit Will (Halle),
Bildnachweis: s. Publikation, S.177
Gestaltung: designlevel 2
Druck: Aumüller Druck GmbH & Co1. KG

Stand: Dezember 2015

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