Aktueller Inhalt:

Anregende Diskussionen beim 19. Öko-Kartoffeltag in Haus Düsse

22.01.2018

Zum diesjährigen traditionellen Öko-Kartoffeltag trafen sich 55 interessierte Landwirte, Züchter und Berater in Haus Düsse. Insgesamt war der Tag gekennzeichnet durch sehr angeregte Diskussionen sowie einem sehr freundlichen und respektvollem Umgang miteinander.

Neben den wiederkehrenden Themen - Rückblick auf die Saison durch Franz-Theo Lintzen  und der Beschreibung der Sorten aus den Ergebnissen der Öko-Landessortenversuche durch Dr. Claudia Hof-Kautz, beide Landwirtschaftskammer NRW - wurden zentrale Themen des Kartoffelanbaus beleuchtet.

Ergebnisse der Landessortenversuche
Beschreibung der Kartoffelsorten

Kartoffelsortenversuche im Ökologischen Ackerbau 2017

Vortrag Dr. Claudia Hof-Kautz

als PDF


Rückblick auf die Saison 2017

Vortrag Franz-Theo Lintzen

als PDF


Marktentwicklung

Frau Christine Rampold (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH; AMI) stellt sehr anschaulich die Entwicklung der Märke bei den Öko-Kartoffeln, das Verbraucherverhalten und die Preisentwicklungen dar.

So liegen der größte Umsatz und das bedeutendste Wachstum bei den Bio-Lebensmitteln bei den Vollsortimentern. Die Bio-Kartoffelanbaufläche in Deutschland umfasst 8.600 ha mit einer Durchschnittsfläche pro Betrieb zwischen 3 ha in Bayern bis 4 ha in Nordrhein-Westfalen und 8 ha in Niedersachsen. Beim Preis gäbe Aldi den Ton an, so Rampold. In der Saison 2017/18 liegen diese unter Vorjahresniveau bei derzeit um die 48 €/dt (lose Biokartoffeln, franko Packbetrieb).

Vortrag Christine Rampold

als PDF


Pflanzung - Forschung

Am Nachmittag rückte das Thema Pflanzung in den Fokus! Zum Auftakt hierzu stellt Frau Michaela Kaspar (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) Ihre Untersuchungen aus einem Versuch zu unterschiedlichen Legeverfahren vor.
Im Versuchsjahr trat starke Trockenheit auf, so dass vermutete Unterschiede in der Temperatur des Dammes bei den drei Verfahren:
• All-in-one (Fräse+Legen+Dammformung) – AIO
• nur Eggen, Legen und Häufeln einzeln (Häufeln) und
• Dammfräse, Legen und Häufelgerät einzeln (Fräsen)
aufgrund des schnellen Temperaturanstieges im Frühjahr nicht auftraten. Bei der Klutenbildung im Damm hatte das AIO-Verfahren mit sehr geringem Klutenanteilen die Nase vorn.

Vortrag Michaela Kaspar

als PDF


Pflanzung - Praxis

Herr Heinz Georg Olligs aus Bedburg im Rhein-Erft-Kreis präsentierte viele anschauliche Praxiseindrücke von seiner Betriebsstrategie beim Pflanzen von 100 ha Kartoffeln wovon 30-35 ha vorgekeimt werden. Beim Legeverfahren arbeitet er kombiniert: eine gute Bodenvorbereitung mit Grubber und Kreiselegge sei ihm sehr wichtig, damit der Boden schön eben ist. Im Anschluss wird mit einer Structural PM40-Legemaschine mit kombiniertem Häufelgerat in einem die Fläche bestellt und abschließend bearbeitet. Herr Olligs warte lieber auf die richtigen Bedingungen, als zu früh loszulegen: "Wenn der Boden unten nicht gut ist, bleib ich davon!"

Vortrag Heinz Georg Olligs

als PDF


Kartoffelanbau - Beratung

Martin Kanders, Kartoffelbauberater der LWK NRW, fasst zusammen, worauf es beim Pflanzen ankommt. Hier legte er besonders Augenmerk auf die vorbeugenden Maßnahmen, da viele der Probleme auf dem Feld seiner Meinung nach vor dem Pflanzen verursacht würden (v.a. bei der Flächenauswahl, Bodenbearbeitung und Pflanzgutvorbeitung). Eine von ihm zusammengetragene Checkliste kann den Landwirten hierbei sehr nützlich sein und kann aus den Vortragsunterlagen bei uns abgefragt werden.

PDF folgt

(Vortrag Martin Kanders)

Pflanzkartoffelverordnung

Zum Abschluss erläuterte Herr Peter Lövenich, Referent für Kartoffeln bei der Landwirtschaftskammer NRW Neuheiten der Pflanzkartoffelverordnung. So gibt es seit 2016 zwei Kategorien zertifiziertes Pflanzgut: Klasse A und B (ZA, ZB), das sich nur durch die Qualitäten unterscheidet. Beim Parameter Virussymptome gab es eine deutliche Verschärfung der Anforderungen.

Wichtig für die Praxis ist aber nach wie vor der Umgang mit dem Pflanzgut. Deshalb erklärte Herr Lövenich den Ablauf und die Möglichkeiten einer Reklamation bis hin zur Weigerung und Mängelrüge. Letzteres sollte die Ausnahme bleiben, betont Herr Lövenich: Man solle tunlichst eine gütliche Einigung anstreben.

Vortrag Peter Lövenich

als PDF

Quelle: Dr. Claudia Hof-Kautz, Ökoteam LWK NRW, 11. Januar  2018

Weitere Informationen

Kontakt

Dr. Claudia Hof-Kautz
Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW
Tel.: 0221 – 5340 177
Handy: 0171 55 62 202
E-Mail: Claudia.Hof-Kautz@lwk.nrw.de

Abonnieren Sie den Ökolandbau NRW-Newsletter

Die obenstehende Einwilligungserklärung kann jederzeit formlos gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf, (E-Mail: Poststelle@mulnv.nrw.de) widerrufen werden: Die von Ihnen auf dieser Seite angegebenen personenbezogenen Daten (zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Anschrift usw.) werden vertraulich und nur zur Versendung der von Ihnen abonnierten Newsletter des Ministeriums per E-Mail verwendet. Ihre Daten werden ausschließlich auf dem Server des Landesbetriebs Information und Technik NRW gespeichert. Das Abonnement kann von Ihnen auf dieser Seite jederzeit mit sofortiger Wirkung beendet werden. Ihre Daten werden dann unverzüglich gelöscht.


Vom Newsletter abmelden...