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Bio Kartoffeln – Anbauflächen für den LEH leiden am meisten

27.10.2017

Nasse Jahre hat es immer schon gegeben, aber an derart viel Regen können sich selbst ältere Landwirte nicht erinnern. Im Schnitt der Jahre fallen in Ostniedersachen, dem Hauptanbaugebiet für Bio-Kartoffeln, 530mm im ganzen Jahr. In diesem Jahr sind es nur in den Sommermonaten bis zu 700mm gewesen.

Durch solche Witterungsverhältnisse verzögert sich die Ernte, wodurch die Qualität der Kartoffeln erheblich leidet. Im Durchschnitt der Jahre beginnt die Haupternte für Bio-Kartoffeln ab Mitte August und ist nach ca. 4 Wochen abgeschlossen, sonst schädigen Drahtwurm und Pilze das Erntegut. Zurzeit sind immer noch nicht alle Flächen geräumt, da es viel zu wenig sonnige Tage gegeben hat und die Flächen nicht abtrocknen konnten.

"Wir wissen noch gar nicht, was wir da jetzt noch aus dem Boden holen und ob wir überhaupt auf den Acker kommen", sagt Monika Tietke, Geschäftsführerin vom Bio Kartoffel Erzeuger Verein und selbst Erzeugerin.

Starkes Süd-Nord Gefälle

Betrachtet man die einzelnen Bundesländer so stellen wir starke Schwankungen fest. Im Süden und Westen sind die Erträge gut bis sehr gut.

Durch die starken Regenfälle im Norden sind viele Bestände durch die Kraut- und Knollenfäule frühzeitig abgereift. Die Folge ist kleinfallende Ware, da das Wachstum frühzeitig beendet wurde. Dieser ohnehin schon geringere Ertrag wurde durch die anhaltende Nässe und die damit verbundene Fäulnis noch einmal reduziert.

Besonders in Niedersachen, Sachen und Sachsen Anhalt werden die meisten Knollen für den Lebensmitteleinzelhandel angebaut. Die Verluste, die hier zu verzeichnen sind, können nur schwer durch Mehrerträge in anderen Bundesländern ausgeglichen werden. Besonders in den bevölkerungsstarken Ländern wie z.B. Bayern fließen viele Kartoffeln in die landwirtschaftliche Direktvermarktung.

Nach der Erntemengenerhebung durch den BKE bei seinen Mitgliedern gehen wir von einer unterdurchschnittlichen Ernte aus, die stärksten Einbußen haben in diesem Jahr Niedersachsen und Sachsen Anhalt zu verbuchen. Auch werden in diesen Bundesländern die meisten Bio Kartoffeln zur Einlagerung angebaut. Nun muss sich zeigen, wie lagerfähig die Ware von derart nassen Standorten sein wird. Wir können aber schon jetzt davon ausgehen, anders als im konventionellen Anbau, dass Bio Kartoffeln nach wie vor knapp sein werden.

Quelle: Pressemitteilung Bio-Kartoffelerzeuger e.V., www.bke-verein.de, 21. Oktober 2017

 

 

Weitere Informationen

Kontakt

Bio Kartoffel Erzeuger e.V.
info@bke-verein.de

Monika Tietke
Geschäftsführerin BKE
Gross Breese 3
29494 Trebel
Mobil: 0160 78 30 268 

Bioland-Hof Agena/Dreyer
Dr. Heiko Dreyer
Pressesprecher BKE
Hagenpolder 1
26736 Krummhörn
Mobil: 0174 64 24 154

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