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Beobachtung von Echtem Mehltau im Gurkenanbau

03.05.2016

Die Luftfeuchtigkeit spielt im  Gurkenanbau eine große Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingsbefall. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit steigt das Risiko von nassen Blättern und dadurch einer Infektion mit Falschem Mehltau. Bei zu trockener Luft fühlen sich Spinnmilben im Bestand sehr wohl. Da gegen Spinnmilben Raubmilben einsetzbar sind, versucht man, die Gurken tendenziell trockener zu halten, um dem Falschen Mehltau wenig Möglichkeit zur Ausbreitung zu bieten. Diese eher trockene Kulturführung ist wiederum das perfekte Klima für Echten Mehltau. Zwar haben alle gängigen Sorten eine hohe Resistenz gegen Echten Mehltau, dennoch kommt es immer wieder zur Ausbreitung von Echtem Mehltau im Gurkenanbau.

In Köln-Auweiler hat man sich diesem Problem angenommen und möchte die Belastbarkeit der Resistenz auf Echten Mehltau von den fünf gängigsten Gurkensorten (Cumlaude, Addison, Komet, Amaluna und Flamingo) auf die Probe stellen.

Nachdem in den letzten zwei Jahren kein Echter Mehltau in der Kultur aufgetaucht ist, hat es dieses Jahr nach extrem trockener Kulturführung geklappt. Es können die ersten Echten Mehltauinfektionen beobachtet werden. Die erste Bonitur nach der Infektion Anfang Mai zeigt bei den Sorten Addison (Rijk Zwaa), Komet (Enza) und Flamingo (Hild) gleichmäßigen leichten Befall. In der Sorte Amaluna (Enza) sind nur zwei von vier Parzellen leicht befallen und die Cumlaude (Rijk Zwaan) ist bis jetzt befallsfrei.

Nach dieser anfänglichen Beobachtung bleibt abzuwarten, wie die einzelnen Sorten sich weiterhin bei dem vorhandenen Echten Mehltaudruck verhalten. Eine erste Einschätzung zur Stärke der Resistenz lässt die Versuchsbeobachtung sicherlich zu. Eine Auswertung des gesamten Versuches folgt dann im Herbst dieses Jahres.

Quelle: Tim Große Lengerich, Infofax Ökologischer Unterglasgemüsebau, Nr. 08, 03.05.2016

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