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Immer wieder Blattläuse im Unter-Glas-Anbau

08.04.2016

Gerade im Frühjahr treten immer wieder einzelne Blättläuse in den Beständen auf. In diesen Fällen ist es wichtig, möglichst früh mit Nützlingen eine Massenvermehrung zu verhindern. Wer keine "offene Blattlauszucht" in seinem Gewächshaus etabliert hat, und bereits vor Kulturbeginn eine Nützlingspopulation von Blattlausgegenspielern aufgebaut hat, sollte regelmäßig den Bestand genau kontrollieren und im Bedarfsfall schnellstmöglich Nützlinge einsetzen.

Beim Auftreten einzelner Blattläuse können sehr gut die Schlupfwespen Aphidius ervi und Aphidius colemani eingesetzt werden, die selbstständig einen größeren Radius abfliegen und ihre Eier in die Blattlaus ablegen. Eine so parasitierte Blattlaus (Abbildung 2) verfärbt sich bronzefarben und entwickelt ein pergamentartiges Aussehen.

In der Blattlaus wächst eine neue Schlufwespe heran, die nach ihrem Schlupf wiederum auf die Suche nach einer Blattlaus geht. Nach dem Einsatz von Schlupfwespen sollte der Bestand zusätzlich auf parasitierte Blattläuse kontrolliert werden.

Sollten sich an einigen Pflanzen schon Blattlauskolonien angesiedelt haben, ist es sinnvoll zusätzlich noch Aphidoletes aphidimyza (Gallmückenlarven) einzusetzen (Abbildung 3). Diese fressen die Blattläuse komplett auf. Sind keine Blattläuse mehr vorhanden, ziehen sich die Gallmückenlarven zurück.Da die Larven keine Beine und Flügel besitzen, sind sie in ihrem Bewegungsradius deutlich eingeschränkt. Zur Fortbewegung sind sie auf einen geschlossenen Pflanzenbestand angewiesen.

Quelle: Informationsdienst Ökologischer Unterglasgemüseanbau Nr. 6

Weitere Informationen

Tim Große Lengerich, Berater Unterglas-Gemüse

Kontakt

Tim Große Lengerich
Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW
Tel.: 02506 – 309 172
Handy: 0171 9755 709
E-Mail: tim.grosse-lengerich@lwk.nrw.de

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