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Biogemüse im Winter - Salate und Gurken aus dem Folientunnel

07.08.2017
Alternative Frischgemüsekulturen für den ökologischen Gemüsebau durch den Einsatz von Folientunneln mit Schwerpunkt auf dem Winterhalbjahr

Die Nachfrage nach frischem vielfältigem und regionalem Gemüse steigt. Der Großteil des Gemüses wird im Winter entweder importiert oder in geheizten Gewächshäusern angebaut und ist durch einen hohen Energieverbrauch charakterisiert. Im Versuchszentrum Gartenbau der Landwirtschaftskammer NRW in Köln Auweiler wurde zur Erweiterung der Angebotspalette eine Salatmischung aus kältetoleranten Arten untersucht. Die Mischung umfasste Asia-Salate (z. B. Blattsenf, Mizuna, Pak-choi), Sauerampfer, Hirschhornwegerich, Endivie und Speisechrysantheme. Der Anbau im Versuch und in Praxisbetrieben und erwies sich in drei Jahren als unproblematisch. Die Mischung wurde sowohl optisch als auch geschmacklich sehr gut von den Verbrauchern angenommen. Besonders für direkt vermarktende Betriebe ist der Anbau zur Kundenbindung durch die Erzeugung eines nachhaltigen regionalen Produkts im Winter interessant. Die Erträge lagen bei durchschnittlich 400 bis 500 g/m² je Schnitt. Es wurden je Satz zwei bis vier Schnitte erzielt. Die Ernte erfolgte zwischen Oktober und April.

Im Sommer wurden in den Versuchsjahren 2015 und 2016 verschiedene Kulturverfahren von Slicer-Gurken (Land-Gurken) untersucht. Die Anbauverfahren Bodenkultur und Aufleitung wurden sowohl im Folientunnel als auch im Freiland geprüft. Neben dem Ertrag wurde auch der Arbeitsaufwand für Kulturarbeiten und Erntearbeiten festgehalten. Anhand dieser Kenngrößen wurde der Deckungsbeitrag der verschiedenen Varianten errechnet. Das Ertragspotential der Slicer-Gurken ist im geschützten Anbau bei Aufleitung deutlich höher als bei Bodenkultur. Zudem kann bei der Ernte eine angenehmere Arbeitshaltung im Vergleich zur Ernte auf dem Boden eingenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist die glattere und einheitlicher ausgefärbte Schale der Gurken. Je nach Witterung ist im Freiland die Aufleitung oder die Bodenkultur von Vorteil. Aufgrund dieser Unsicherheit lässt sich der Mehraufwand für die aufgeleitete Kultur im Freiland nicht rechtfertigen. Werden Gurken im Freiland trotzdem aufgeleitet müssen sie vor Wind geschützt werden.

7,70 € m−2 und für die Salatmischung von 10,28 € m−2 berechnet. Die Erzeugung von Slicer-Gurken im Sommer und einer vielfältigen Salatmischung vom Herbst bis ins Frühjahr ist ein rentables Konzept zur ganzjährigen Nutzung des Folientunnels.

Schlussbericht der BÖLN-Studie - Alternative Frischgemüsekulturen für den ökologischen Gemüsebau durch den Einsatz von Folientunneln mit Schwerpunkt auf dem Winterhalbjahr, Lauffzeit: 01.06.2017 bis 31.05.2017

Weitere Informationen

Kontakt

Ute Perkons
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Versuchszentrum Gartenbau Straelen/Köln-Auweiler
Gartenstr. 11
50765 Köln
Tel.: 0221 - 5340 270
E-Mail: Ute.Perkons@lwk.nrw.de 

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