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Projekt "Bio-Zierpflanzen" wurde verlängert

30.06.2015

Entwicklung und Optimierung des ökologischen Zierpflanzenanbaus im Rahmen eines Netzwerkes von Leitbetrieben und Versuchsanstellern

Die Bioland Beratung GmbH bearbeitet seit Oktober 2011 im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK NRW), der Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen und einem Netzwerk von Leitbetrieben und Versuchsanstellern offene Fragen des Anbaus und der Bekanntmachung von Bio-Zierpflanzen. Im folgenden Beitrag wird das Projekt, das jetzt noch bis Ende 2016 verlängert wurde, vorgestellt.

Interesse an Öko-Zierpflanzen wächst immer mehr

Das Interesse an ökologisch erzeugten Zierpflanzen wächst bei Produzenten, Handel und Verbraucher. Die Problematik der Rückstände und der daraus möglicherweise resultierenden Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen werden sowohl in Fachkreisen von Produzenten und Handel, als auch von den Medien und vom Verbraucher, immer häufiger kritisch diskutiert. Auch bei Zierpflanzen, geben mittlerweile verschiedene Händler vor welche Pflanzenschutzmittel von den Gärtnern benutzt werden dürfen und welche nicht.

Konventionell wirtschaftende Betriebe, die sich aus den beschriebenen Gründen auf den Weg zum ökologischen Anbau machen, ändern Schritt für Schritt ihre Produktionsweise. Diese einzelnen Schritte sind betriebsindividuell, in ihrer Reihenfolge unterschiedlich und teilweise unabhängig voneinander. Jedoch sind es alles Schritte der Nachhaltigkeit im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes. Am Ende des Weges kann nach den Schritten der Nachhaltigkeit die ökologische Produktion von Zierpflanzen stehen.

Es ist daher eine besondere Chance dieses Projektes, sowohl für konventionelle, als auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe, Forschungs- und Entwicklungsfortschritt zu erzielen und dadurch Betriebe der beiden Produktionsarten zusammen und miteinander in Austausch zu bringen. Bei den Betrieben, die bereits vollständig ökologisch produzieren zeichnet sich ab, dass die ökologische Produktion von Zierpflanzen bei gleichbleibender, bzw. verbesserter Pflanzenqualität möglich ist.

Überblick über die Hauptaufgaben im Projekt:

In den nächsten zwei Jahren des Projektes werden u.a. folgende Aufgaben bearbeitet:

  • Intensive Begleitung der 10 Leitbetriebe im Projekt
  • Treffen und Aufbau von Regionalgruppen in drei verschiedenen Regionen zum weiteren Austausch aller interessierten Betriebe und Händler sowie Forschungseinrichtungen
  • Projektworkshops zur Ergebnisdarstellung
  • Versuche im Pflanzenschutz und der Düngung
  • Weiterentwicklung regionaler Vermarktungsnetzwerke und - konzepte
  • Expertenworkshops zum Thema Düngung und Pflanzenschutz
  • Beschickung von Fachmessen zur Vorstellung des Projektes, der Ergebnisse und der Thematik
  • Schulung von Multiplikatoren zur Erzeugung und Vermarktung
  • allgemeiner Wissenstransfer
Leitbetriebe im Projekt

Es arbeiten Leitbetriebe mit, die persönliche und betriebliche Erfahrungen auf dem Gebiet des nachhaltigen Gartenbaus bzw. der Bio-Produktion haben und bereit sind, ihre Betriebsdaten offen zu legen und für Berufskollegen u. a. weiterzugeben. Da die Leitbetriebe nach unterschiedlichen Produktions- und Vermarktungsschwerpunkten ausgewählt wurden, ermöglicht das Projekt, Impulse der nachhaltigen und ökologischen Produktion für die vielfältigen Schwerpunkte des Zierpflanzenbaus zu setzen. Derzeit sind 10 Leitbetriebe in das Projekt mit eingebunden.

Versuchsfragen entwickeln, bearbeiten, dokumentieren

Fragestellungen der Produktion, die sich aus der Begleitung der Leitbetriebe ergeben, wie z. B. Sortimentssichtung Beet- & Balkonpflanzen (Sortimente Frühjahr, Sommer, Herbst), Düngung, generative Jungpflanzenproduktion, Unkrautmanagement, Pflanzenstärkung und Pflanzenschutzmittelreduktion, werden von den Betriebsbegleitern in Absprache mit der Projektkoordination zu Versuchsfragen weiterentwickelt und in den Leitbetrieben und in Forschungseinrichtungen entsprechend bearbeitet, dokumentiert und veröffentlicht.

Abgleich Projektarbeit - Projektziel

Einmal jährlich tagt ein Beirat zum Projekt. Die Beiratsmitglieder sind aufgefordert die Entwicklung der Projektarbeit mit dem geplanten Projektziel und der aktuellen Entwicklung in der Praxis, in der Produktionstechnik und Vermarktung des Zierpflanzenbaus abzugleichen. Durch die berufliche Nähe der Beiratsmitglieder kann durch deren Expertenmeinung sichergestellt werden, dass die Fragestellungen des Projektes nicht an der Praxis vorbei laufen.

Ergebnisse zeitnah veröffentlichen

Der Wissenstransfer erfolgt, indem die Arbeitsergebnisse dokumentiert und den Zielgruppen - interessierte Gärtner, Vermarkter, Multiplikatoren wie Politiker und Berufsstandvertreter, Berater und Verbraucher - zugänglich gemacht werden. Während der Laufzeit des Projektes werden Erkenntnisse und Zwischenergebnisse u. a. auf den Internetseiten www.bio-zierpflanzen.de, www.oekolandbau.de, www.hortigate.de, www.oekolandbau.nrw.de, in die Öko-Beraterdatenbank des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung, sowie in dem Forum der Arbeitsgemeinschaft Bio-Zierpflanzen (nach Anmeldung bei der Anbaugemeinschaft werden die Zugangsdaten erteilt) veröffentlicht.

Die Arbeitsteilung zwischen Kooperationspartnern im Projekt:
  • Projektleitung:
    Dr. Stephanie Fischinger, Bioland Beratung GmbH
  • Fachliche Projektkoordination:
    Andrea Frankenberg, Bioland Beratung GmbH und
    Dr. Karl Kempkens, Landwirtschaftskammer NRW (LWK NRW)
  • BetriebsbegleiterInnen:
    Andrea Servos (pflanzenreich), Nicole Kern (LWK NRW), Klaus Bongartz (freier Berater und ehem. Leitbetrieb mit Bioland Stauden)
  • Praxisversuche in Leitbetrieben, Praxisbetrieben und Versuchsanstalten:
    Forschungs- und Versuchseinrichtungen im Bio-Zierpflanzenbereich (z. B. LVG Heidelberg, TU Weihenstephan, Gartenbauzentrum Straelen)

Weitere Informationen: www.bio-zierpflanzen.de

Weitere Informationen

Kontakt

Andrea Frankenberg
Bioland Beratung GmbH
Tel.: 0228-18099009
E-Mail: andrea.frankenberg@bioland.de

Kontakt

Dr. Karl Kempkens
Landwirtschaftskammer NRW
Tel.:0228-703-1456
E-Mail: karl.kempkens@lwk.nrw.de

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