Aktueller Inhalt:

Kleegras-Broschüre in der 25. Auflage erschienen

26.02.2018

Die 17-seitige Broschüre „Kleegras zur ein- bis mehrjährigen Futternutzung“ mit einer Übersicht zu den empfohlenen und angebotenen Sorten erscheint im Rahmen des Projektes: "Leitbetriebe Ökologischer Landbau in Nordrhein-Westfalen". Es ist bereits die 25. Auflage der Informationsbroschüre. Für typische Einsatzbereiche sind Mischungsstandards entwickelt worden, die sich in verschiedenen Versuchsanstellungen und in der Praxis bewährt haben. Darüber hinaus befasst sich die Broschüre mit Saattechnik und Saatterminen, Fruchtfolge, Nutzungsintensität, Kalk- und Nährstoffversorgung, Weidenutzung und mehr. Zielgruppen sind Praktiker und Berater.

Die aktuelle Kleegrasbroschüre beinhaltet:

  1. Was ist beim Kleegrasanbau zu beachten? Berücksichtigt werden die langjährigen Erfahrungen aus Versuchen und der Praxis auf Öko-Betrieben in NRW.
  2. Welche Sorten werden empfohlen und welche vermehrt?
Einige Ergebnisse

Bei intensiver 4- bis 5-Schnittnutzung gibt es kaum Unterschiede im Trockenmasseertrag, aber Unterschiede bei Ertragsverteilung, Qualität und Pflanzenzusammensetzung. Mischungen mit Welschem Weidelgras sind meist grasreicher (Vorteil bei Untersaaten auf sehr kleewüchsigen Standorten) und frühjahrsbetonter im Ertrag. Proteingehalt und Proteinertrag fallen dagegen höher aus bei Mischungen ohne Welsches Weidelgras.

Weitere nicht aufgeführte Mischungen (Beratung nachfragen):

Luzernegrasmischungen: Luzernegras wird auf einigen Betrieben mit ausgesät, erreicht aber nur vereinzelt bei 3- allenfalls 4- Schnittnutzung sehr hohe Ertragsanteile.

Knaulgrasmischungen: Mischungen mit Knaulgras können Ertragsvorteile auf trockenen Standorten haben. Für Weidenutzung gibt es besondere Sorten. Das Futter ist meist weniger energiereich und das auch bei hohen Blattanteilen in den Folgeaufwüchsen.

Saattechnik

Blanksaaten erfolgen im zeitigen Frühjahr, meist aber nach der Getreideernte im August. Bei Aussaaten ab September ist die Entwicklung, vor allem für die Kleearten, unsicher.

Untersaaten sollen sich unter der Deckfrucht rasch entwickeln, aber trotzdem nicht zu hoch wachsen, wenn bei der Deckfrucht Körnernutzung angestrebt wird. Untersaat und Deckfrucht müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden, sowohl hinsichtlich der Artenwahl als auch des Saattermins. Zur Vermeidung zu hoher Rotkleeanteile im Aufwuchs: frühe Ernte der Deckfrucht (Silagenutzung), später Termin für Untersaat (Vorsicht: Vertrocknen). Nach der Ernte sollte keine zu hohe Stoppel stehen bleiben, damit die Futterqualität des ersten Schnittes nicht beeinträchtigt wird.

Ertragsausfälle vermeiden

Rotklee kann von Kleekrebs und anderen Krankheiten sowie Schädlingen befallen werden. Deshalb ist Rotklee mit sich selbst und den meisten anderen Kleearten unverträglich. Zur Vermeidung größerer Ertragsausfälle werden Anbaupausen von vier bis fünf Jahren im Reinanbau, im Gemengeanbau und zu einjährigen Kleearten empfohlen. Bei höheren Fruchtfolgeanteilen sollten auf jeden Fall kleekrebsresistente Sorten sowie solche mit hoher Ausdauer gewählt werden.

Die Broschüre kann als Druckversion bestellt werden bei:

Dipl.-Ing. agr. Christoph Stumm
Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz
Abt. Agrar- und Produktionsökologie/Organischer Landbau
Tel.: 0228—73-2038
Fax: 0228—73-5617
E-Mail: leitbetriebe@uni-bonn.de

Quelle und Ansprechpartner: Dr. Edmund Leisen, Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 0251-2376-594, E-Mail: edmund.leisen@lwk.nrw.de
Dr. Clara Berendonk, Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 02821-996-193, Fax: 02821-996-126, E-Mail: clara.berendonk@lwk.nrw.de

Weitere Informationen

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