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Flächenproduktivität im August 2015

28.08.2015

Produktivität im Norden gut, sonst vielfach zu trocken

Bis 27. August haben 13 von 36 Betrieben mehr als 7.000 kg Milch/ha alleine aus der Weide ermolken, bei 3 Betrieben sind es mehr als 8.000 kg Milch/ha. Die regionalen Unterschiede sind weiterhin sehr groß: Die tägliche Flächenproduktivität liegt auf der Marsch im Norden meist um 50 kg ECM/ha, bei Trockenheit in den anderen Regionen ist der Zuwachs dagegen nur gering. Wo es geregnet hat, zeigt sich hier fast überall wieder deutlicher Zuwachs, vermehrt treten jetzt aber auch größere Weidereste auf.

Wasserversorgung war entscheidend

Im Mittel der Region wurde bisher zwischen 5.163 und 6.831 kg ECM/ha alleine aus Weide erzielt (Spannweite einzelner Betriebe zwischen 3.266 und 8.752 kg ECM/ha). Im Norden liegt die Flächenproduktivität in diesem Jahr auf vergleichbarem Niveau wie 2014, in den anderen Regionen fehlen 1.037 bis 1.375 kg ECM/ha. Die wesentlichen Gründe: Im Norden hat es meist ausreichend, teils sogar zu viel geregnet, im Mittelgebirge wirkten sich anfangs Kälte und danach Trockenheit aus, in der Mitte und im Süden hat es über viele Wochen wenig oder auch praktisch keinen Regen gegeben.

Wo es zwischenzeitlich größere Niederschläge gab, zeigen sich nun auch Weidereste, teils in größerem Maße. Durch Reduzierung der Zufütterung oder Flächenzuteilung oder durch Nachbeweidung mit zweitsömmrigen Rindern sollte versucht werden, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Eine Nachmahd bleibt immer nur eine Notlösung: Denn die nachgemähten Teilflächen werden von den Weidetieren nicht gerne angenommen.

Weideanteil weiterhin meist hoch

Der Weideanteil konnte auf vielen Betrieben auch in den letzten Wochen hoch gehalten werden. Bei geringerem Zuwachs wurde mehr Fläche zugegeben. Wo dies nicht möglich war, wurde mehr zugefüttert. Nach den Niederschlägen wird der Weideanteil zunehmen. Wo dagegen über Wochen kein Regen fiel, liefert die Weide derzeit kaum Futter.

Wuchshöhe weiterhin niedrig

Die Wuchshöhe lag bei Kurzrasenweide meist unter 4 cm, teils sogar unter 3 cm. Bei feuchter Witterung, wie im Norden, fressen die Kühe weniger tief ab. Hier lag die Wuchshöhe meist über 5 cm. Betriebe mit kaum mehr als 5 cm haben im Norden die höchste Flächenproduktivität. Die Flächenproduktivität nimmt mit größerer Wuchshöhe ab.

Einzeltierleistung langsam abnehmend oder konstant

Nach einem starken Rückgang der Milchleistung im Juli, blieb sie im August auf gleichbleibenden Niveau. Nach Regen und verbessertem Futterangebot kommt es wieder zu einem Anstieg. Der Rückgang seit dem Frühjahr ist auf die fortschreitende Laktation und das knappes Futterangebot auf der Weide und die begrenzte Futterqualität im Stall zurück zu führen.

Quelle: Dr. Edmund Leisen, Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 0251-2376-594, E-Mail: edmund.leisen@lwk.nrw.de, Münster, den 28. August 2015

Weitere Informationen

Dr. Edmund Leisen, Versuchsleitung Milchvieh und Futterbau im Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW

Kontakt

Dr. Edmund Leisen
Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW
Tel.: 0251 – 2376 594
E-Mail: edmund.leisen@lwk.nrw.de

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