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Frostgefahr für Zitzen im Winter

11.12.2015

Mit sinkender Temperatur steigt die Beanspruchung der Zitzen. Insbesondere nach dem Melken kann es bei Minustemperaturen und feuchten Zitzen zu Erfrierungen an der Zitzenhaut kommen. Die Folge sind Wunden und Risse, die optimale Bedingungen für die Besiedlung mit Bakterien wie z.B. Staph. aureus bieten.

Besonders gefährdet sind Ställe mit Nachwartebereichen oder Triebwegen im Freien. Denn feuchte Zitzenhaut in Kombination mit Frost und Wind führen innerhalb kurzer Zeit zu Erfrierungen. Die Auswahl des passenden Dipmittels und Änderungen im Ablauf beim bzw. nach dem Melken kann eine gute Zitzenkondition auch im Winter sicherstellen.

Folgende Maßnahmen können bei Frostgefahr zur Anwendung kommen:
  • Verzicht auf Dippen bei Temperaturen unter Minus 5 °C - dies kann insbesondere in Betrieben mit ansteckenden Euterentzündungen zu einer Ausbreitung von gefährlichen Bakterien führen.
  • Einsatz von sog. Winterdipmitteln mit einem hohen Anteil an Glycerin und Frostschutzfaktoren - erhältlich bei vielen Dipmittelherstellern
  • natürliche Trocknung der Zitzen nach dem Melken/Dippen in einem geschützten Nachwartebereich.
  • aktives Abtrocknen der Zitzen nach dem Dippen. Vorgehen: 30 sec. Einwirkzeit - danach Zitzen mit sauberen Tuch trocken tupfen
  • Nachwartebereiche bzw. Treibwege vor direktem Wind schützen z.B. durch Windschutznetze oder gestapelte Strohballen
  • Grundsätzlich erfordern Frost und Kälte eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Melken, um Veränderungen an den Zitzen frühzeitig zu erkennen.

Quelle: Dr. M. Kausch, Dr. M. Holsteg, Landwirtschaftskammer NRW, Eutergesundheitsdienst, MIR Nr. 50, 10. Dezember 2015

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