Aktueller Inhalt:

Gesetzliche Regelungen im ökologischen Landbau

08.09.2015

In der Europäischen Union ist seit dem 28. Juni 2007 die "VERORDNUNG (EG) Nr. 834/2007 DES RATES über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91" (EG-Öko-VO) rechtswirksam. Diese Verordnung definiert für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Anforderungen, die eingehalten werden müssen, wenn ein Produkt mit Hinweisen auf den Ökologischen Landbau vermarktet werden soll. Sie regelt sämtliche Bereiche von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Kennzeichnung der derart erzeugten Produkte.

Im Jahr 1999 wurden erstmalig mit der Verordnung EG Nr. 1804/1999 Vorschriften für die Erzeugung, Kennzeichnung und Kontrolle der wichtigsten Tierarten (d.h. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Geflügel) erlassen. Diese Verordnung behandelt Fragen wie die Fütterung, Krankheitsvorsorge und die tierärztliche Behandlung, Tierschutz, die Tierhaltung und die Verwendung von Wirtschaftsdünger.

Die Vorschriften der EG-Öko-Verordnung sollen eine Irreführung der Verbraucher verhindern. Es ist dabei nicht entscheidend, ob der Begriff "Öko", "Bio" oder ähnliches genutzt wird, sondern ob der Käufer aufgrund der Hinweise davon ausgehen muss, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt. Auf diese Weise ist der Begriff „Bio“ oder „Öko“ bei Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen gesetzlich geschützt.

Auch Importware unterliegt Regelungen

Die EG-Öko-Verordnung enthält auch Regelungen für die Importe von Öko-Produkten aus sogenannten "Drittländern" in die EU. Produkte, die außerhalb der EU erzeugt wurden, können erst dann als Bio-Ware gekennzeichnet werden, wenn ein Kontrollorgan in einem EU-Mitgliedsstaat die Einhaltung der europäischen Standards bestätigt hat. Andere Länder, vor allem die großen Industrienationen wie die USA, Japan und Kanada, haben eigene Standards für Bio-Produkte. Wenn sie Bio-Produkte exportieren möchten, müssen sie nachweisen, dass die Richtlinien des Importlandes erfüllt sind.

Strengere Verbandsrichtlinien

Die Öko-Anbauverbände, in denen die Mehrheit der deutschen Bio-Bauern organisiert ist, haben eigene Richtlinien, die über den gesetzlichen Mindeststandard der EG-Öko-Verordnung hinausgehen. Unterschiede bestehen vor allem bei den zugelassenen konventionellen Futterkomponenten, den Regelungen für den Zukauf von Jungtieren und den Verarbeitungsvorschriften.

Gesetze und Verordnungen finden Sie unter nachfolgenden Links:

VERORDNUNG (EG) Nr. 834/2007 DES RATES vom 28. Juni 2007
über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen
Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91

VERORDNUNG (EG) Nr. 889/2008 DER KOMMISSION
vom 5. September 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen
hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle

Weitere Informationen

Abonnieren Sie den Ökolandbau NRW-Newsletter

Die obenstehende Einwilligungserklärung kann jederzeit formlos gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf, (E-Mail: Poststelle@mulnv.nrw.de) widerrufen werden: Die von Ihnen auf dieser Seite angegebenen personenbezogenen Daten (zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Anschrift usw.) werden vertraulich und nur zur Versendung der von Ihnen abonnierten Newsletter des Ministeriums per E-Mail verwendet. Ihre Daten werden ausschließlich auf dem Server des Landesbetriebs Information und Technik NRW gespeichert. Das Abonnement kann von Ihnen auf dieser Seite jederzeit mit sofortiger Wirkung beendet werden. Ihre Daten werden dann unverzüglich gelöscht.


Vom Newsletter abmelden...