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Preisgestaltung im ökologischen Landbau

08.09.2015

Bis Ende der achtziger Jahren konnten Öko-Erzeugnisse mit einem relativ hohen Aufschlag vermarktet werden. Diese Aufschläge wurden jedoch nur im Direktabsatz und im Absatz über Naturkostläden realisiert. Andere Vermarktungswege wie konventioneller Lebensmitteleinzelhandel oder Großküchen waren nur unzureichend erschlossen. Für tierische Produkte wurden in der Regel keine Aufschläge erzielt, da Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen fehlten. Die einseitige Förderung der Umstellung ohne flankierende Vermarktungsförderung führte Anfang der neunziger Jahre zu einer starken Ausweitung des ökologischen Landbaus, die einen Preisdruck insbesondere bei Getreide auslöste.

Für anerkannte Öko-Produkte werden fast immer höhere Preise als für vergleichbare konventionelle Ware bezahlt. Voraussetzung ist jedoch der Zugang zu Marktpartnern wie Bio-Molkereien, Bio-Bäckern, Naturkosthändlern und Bio-Metzgern.

Die Verkaufspreise unterscheiden sich sowohl von Region zu Region, als auch nach Aufbereitungs- und Vermarktungsformen.

In der Umstellungszeit, die meist zwei Jahre beträgt, liegen die Preise deutlich niedriger als nach der Umstellung. Milch wird in dieser Zeit zu konventionellen Preisen verkauft. Getreide kann als Kraftfutter im eigenen Betrieb verfüttert oder zu geringeren Preisen an andere Öko-Betriebe verkauft werden.

Aus Sicht der Landwirte sind stabile, höhere Preise für eine langfristige Existenssicherung der Betriebe unerlässlich, denn:

  • geringere Erträge im Pflanzenbau und niedrigere Leistungen in der Tierhaltung müssen ausgeglichen werden,
  • artgerechte Tierhaltung und Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz erfordern einen höheren Arbeitsaufwand
  • ein höherer Anteil an Futterbau und Leguminosen wird zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit benötigt und bedingt einen höheren Flächenbedarf
  • die Vielseitigkeit der Betriebe verursacht höhere Kosten

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