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Umweltleistungen des ökologischen Landbaus

08.09.2015

Das stärkste Argument für den ökologischen Landbau ist sein positiver Einfluss auf Umwelt und Natur. Öko-Landbau nutzt die natürlichen Lebensgrundlagen nicht nur verantwortungsbewusst, sondern fördert sie gezielt und vermeidet Umweltbelastungen.

Ökologischer Landbau...

... fördert die Fruchtbarkeit des Bodens

In ökologisch bewirtschafteten Böden haben Wissenschaftler eine um 30 bis 100 Prozent höhere biologische Aktivität festgestellt. Organische Düngung und der Anbau von Leguminosen bewirken einen höheren Gehalt an organischer Substanz auf Böden von Bio-Betrieben im Vergleich zu herkömmlich bewirtschafteten. Auch ist das Erosionsrisiko im Öko-Landbau geringer. Das liegt vor allem an den vielseitigen Fruchtfolgen mit konsequenter Bodenbedeckung (Zwischenfrüchten und Untersaaten), die im Öko-Landbau üblich sind.

... fördert die Artenvielfalt

Der Öko-Landbau fördert die Vielfalt von Flora und Fauna stärker als die konventionelle Landwirtschaft, weil er ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne leichtlöslichen Dünger auskommt. Deshalb weisen biologisch bewirtschaftete Flächen beispielsweise eine 30 bis 350 Prozent höhere Artenvielfalt der Pflanzen auf als vergleichbare konventionelle Flächen. Außerdem belegt eine Auswertung von 44 wissenschaftlichen Studien, dass der Öko-Landbau sich positiv auf Nützlinge und Vögel auswirkt.

... schont das Klima

Die klimawirksamen Kohlendioxid-Emissionen sind pro Hektar in der biologischen Landwirtschaft um 40 bis 60 Prozent niedriger als bei konventioneller Bewirtschaftung. Auch bei den Ammoniak-Emissionen schneidet der Bio-Landbau besser ab: Wissenschaftler gehen von um 30 bis 40 Prozent geringeren Ammoniak-Emissionen auf Bio-Betrieben aus. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So verzichten Bio-Bauern auf mineralische Stickstoffdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die nur mit hohem Energieeinsatz hergestellt werden können. Überdies wirken sich der beschränkte Einsatz von Zukaufkraftfutter sowie der geringere Tierbesatz bei Bio-Betrieben positiv aus.

... verbraucht weniger Energie

Durch den Verzicht auf synthetische Stickstoffdünger und chemische Pflanzenschutzmittel ist der Energieverbrauch pro Hektar im Öko-Landbau um bis zu 64 Prozent geringer als bei konventioneller Bewirtschaftung.

... schützt das Wasser

Der Öko-Landbau führt zu geringeren Nitratauswaschungen. Sie sind bis zu 57 Prozent niedriger als bei anderen Landbauformen. Die Gründe dafür sind zum einen der vollständige Verzicht auf synthetische Stickstoffdünger und zum anderen die geringe Tierbesatzdichte. Auch führt der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zu einer Reinhaltung des Grund- und Oberflächenwassers durch die ökologische Bewirtschaftung.

Diese positiven Effekte des Öko-Landbaus honorieren auch einige Wasserwerke, zum Beispiel in München und Leipzig, indem sie die Umstellung auf Bio-Landbau im Wassereinzugsgebiet finanziell fördern.

Weitere Informationen

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