Logo der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Feldränder im Fokus: Feldrandhygiene als Schlüssel zu unkrautfreien Flächen

05.08.2025

Feldränder und Feldeinfahrten mögen auf den ersten Blick unscheinbar sein, sind aber für einen erfolgreichen Ackerbau zunehmend entscheidend. 

Feldrandhygiene einhalten

Immer häufiger fallen einem bei einer aufmerksamen Fahrt durch die Felder Flächen auf, bei denen zukünftige Problemunkräuter und/oder Problemungräser zunächst nur am Rand oder an den Feldeinfahrten stehen. Was im ersten Jahr noch unscheinbar ist, kann sich in Kürze zu einer echten Herausforderung entwickeln. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele aus den letzten Jahren, wie Erdmandelgras, Stechapfel, Weidelgras, Hirse oder Große Klette. 

Darum sollten hier alle Möglichkeiten des Pflanzenschutzes frühzeitig und konsequent ausgeschöpft werden. Dazu gehören zum Beispiel das Ackern bis zum Rand und das Mulchen/Mähen der Feldraine. Am Rand beginnt häufig das Risiko.

Links im Bild steht die Große Klette am Feldrand wie gesät. Hätte man die ersten Pflanzen im letzten Jahr vor der Blüte ausgerissen, wäre das Problem wahrscheinlich gar nicht entstanden. Da hier keine abstandspflichten Strukturen vorliegen, ist es aus phytosanitärer Sicht empfehlenswert bis zur Nachbarfläche zu ackern. 


Dr. Jonas Hett, Landwirtschaftskammer NRW