Aktueller Inhalt:

Projekt

Ackerbohnen in Festbodenmulchsystemen des Ökologischen Landbaus

Projekt

Leitbetriebe ökologischer Landbau in NRW

Standort

Standort 1: Leitbetrieb Biolandhof Bolten, NiederkrüchtenStandort 2: Leitbetrieb Stautenhof, Anrath

Beschreibung

Erhaltung und Mehrung der Bodenfruchtbarkeit sind primäre Ziele des Ökologischen Landbaus (ÖL). Ein optimales Bodengefüge mit hoher Aggregatstabilität und hohen Gehalten an organischer Bodensubstanz soll im ÖL mit dem Ziel angestrebt werden, die Begegnungsfläche zw. Wurzeloberfläche und Boden zu maximieren, um eine ausreichende Nährstoffaufnahme über Pflanzenwurzeln zu gewährleisten (vgl. KÖPKE 1993). In Festbodenmuchsystemen (FMS), im Extrem Direktsaatverfahren (extremes Festbodenmulchsystem, eFMS), ist die Kontaktfläche von Wurzel und Boden im Vergleich zum Lockerboden reduziert. Gleichwohl können FMS im ÖL unter bestimmten Vortaussetzungen erfolgreich eingesetzt werden (KÖPKE 2008, SCHMIDT 2010). Unter FMS verstehen wir Bodenbearbeitungssysteme, die auf Lockerung der Krumentiefe verzichten. Mindestens die tiefere Hälfte der Krume bleibt unbearbeitet (BAUEMER 1992). Ein erheblicher Teil der Ernterückstände verbleibt als Mulch an der Bodenoberfläche. In diesem Fall ist eine spezielle Sätechnik notwendig, die Erntereste durchschneiden und eine präzise Saatgutablage gewährleisten kann. Als Direktsaatverfahren (eFMS) bezeichnet BAUEMER (1992) den Verzicht auf jegliche Form der Bodenbearbeitung, außer dem minimalen Eingriff der Säschare.

Versuchsaufbau

Im Rahmen des von der BLE geförderten Verbundprojektes "Entwicklung neuer Strategien zur Mehrung und optimierten Nutzung der Bodenfruchtbarkeit: Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen mit Mulchsaatverfahren" (www.klms.uni-bonn.de) (KL-MS) prüft das IOL derzeit die Direktsaat (eFMS) von Ackerbohnen (Vicia faba L.) in Mulch von Ernteresten der Vorfrucht Hafer. Im Gegensatz zu Nichtleguminosen sind Körnerleguminosen wie Ackerbohnen nicht von der im FMS verzögerten und geringeren Freisetzung von bodenbürtigem Nitratstickstoff abhängig. Eine frühe Saat in feuchten Boden ist i.d.R. positiv ertragswirksam und fördert die Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern (KÖPKE & NEMECEK 2009). Es wird erwartet, dass annuelle Unkräuter durch physikalische Effekte des Mulchs der Vorfrucht Hafer hinreichend reguliert werden können. Um diese Hypothese zu überprüfen, wurden 2009 in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Leitbetriebe Ökologischer Landbau in NRW" Feldversuche auf zwei Praxisbetrieben durchgeführt. Ziel dieser Feldversuche war es nicht allein diese Strategien zur Regulation der annuellen Unkräuter unter verschie-denen Umwelten zu untersuchen, sondern die Projektinhalte durch Rückkoppelung mit Beratung und Praxis ggfs zu erweitern und zielgruppengerecht in den Wissenstransfer zu bringen.

Versuchsjahr

2009

Ergebnisbericht

 Ergebnisbericht als PDF

Ansprechpartner

Prof. Dr. Köpke, Ulrich
Aufgaben: Institutsleiter

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