Aktueller Inhalt:

Projekt

Durch geringere Erträge und wenig höhere Preise bei Trossen bleibt die Einzelfruchternte weiter attraktiv.

Projekt

Leitbetriebe ökologischer Landbau in NRW

Standort

Ökostandort Köln-Auweiler

Beschreibung

Die Rispenernte gewinnt auch im Ökologischen Tomatenanbau an Bedeutung. Deshalb sollen bekannte und neue Tomatensorten der Gewichtsklassen 60g und 100g auf ihre Eignung zur Trossernte für den ökologischen Tomatenanbau geprüft werden. Als Kontrolle dienen 3 Sorten mit Einzelfrucht-Ernte.

Versuchsaufbau

Am Ökostandort Köln-Auweiler des Gartenbauzentrums Straelen/Auweiler derLandwirtschaftskammer NRW wurde 2011 bei drei Tomatensorten die Trossernte mitder Einzelfruchternte verglichen. Neben dem Ertrag der Sorten Amoroso (35-40g,RZ), Baylee F1 (50-60g, Vit./EZ) und Bocati F1 (100-120g, Vit./EZ) wurde auch dieArbeitszeit mit Handscannern ermittelt. Beginn und Ende der verschiedenen Arbeiten in jeder Variante wurden exakt erfasst und von Beginn der Differenzbehandlung Mitte Mai an über 27 Kulturwochen hinweg aufsummiert.

Versuchsjahr

2011

Ergebnis

Amoroso und Baylee wurden auf 8 Früchte, Bocati auf 6 Früchte je Tross pinziert.In den Varianten der Einzelfruchternte wurden durchgewachsene Blätter undAnsätze von Doppeltrossen pinziert. Ein Fruchtschnitt fand darüber hinaus nicht statt. Anders als im letzten Jahr gab es deutliche Ertragsunterschiede zwischenEinzelfrucht- und Trossernte einer Sorte. So liegen die marktfähigen Erträge derEinzelfruchternte immer über denen der Trossernte. Insbesondere bei Baylee warein hoher Anteil nicht marktfähiger Früchte an den Trossen zu finden (30 %): beimSchnitt der Trosse waren die ältesten Früchte überreif, die jüngsten noch nicht reif. Dementsprechend stellt sich das Bild auch komplett anders dar als in 2010. Auch der 12 ct höhere Kilopreis der Trosse gegenüber den Einzelfrüchten, den wir bekommen haben, kann diese Ertragsunterschiede nicht aufwiegen. So kommt es, dass in diesem Anbaujahr die Quadratmeter-Erlöse der Trossfrüchte deutlich unter denen der Einzelfrüchte liegen. Bei Baylee beträgt der Unterschied 4,23 € pro m² Produktionsfläche über die gesamte Ernteperiode von 27 Kalenderwochen. Die Arbeitszeit-Unterschiede zwischen den beiden Kulturverfahren sind ähnlich wie im vergangenen Jahr. Die zeitlichen Unterschiede zwischen Tross- undEinzelfruchternte liegen in der Hauptsache beim Pinzieren, das je nach Sorte bei derTross-Ernte 2 bis 4 mal länger dauerte. Die Ernte von Trossen war um 30 bis 40%kürzer. Nahezu die gleichen Zeiten benötigten das Entblättern, Wickeln, Ausbrechen und Abhängen. Im Vergleich zu Amoroso bzw. Baylee wurde bei Bocati insgesamt ca. 20% weniger Arbeitszeit benötigt.

Ergebnisbericht

 Ergebnisbericht als PDF

Ansprechpartner

Herbener, Martin
Aufgaben: Versuchsleitung / Beratung Ökologischer Gartenbau
0221 - 5340-240
0221 - 5340-299
E-Mail: Martin.Herbener@lwk.nrw.de
Telefon: 0221 - 5340-240

Abonnieren Sie den Ökolandbau NRW-Newsletter

Die obenstehende Einwilligungserklärung kann jederzeit formlos gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf, (E-Mail: Poststelle@mulnv.nrw.de) widerrufen werden: Die von Ihnen auf dieser Seite angegebenen personenbezogenen Daten (zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Anschrift usw.) werden vertraulich und nur zur Versendung der von Ihnen abonnierten Newsletter des Ministeriums per E-Mail verwendet. Ihre Daten werden ausschließlich auf dem Server des Landesbetriebs Information und Technik NRW gespeichert. Das Abonnement kann von Ihnen auf dieser Seite jederzeit mit sofortiger Wirkung beendet werden. Ihre Daten werden dann unverzüglich gelöscht.


Vom Newsletter abmelden...