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Projekt

Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln zu Kartoffeln: Prüfung von Agrostimulin + Lignohumat

Projekt

Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Beschreibung

Im Ökologischen Landbau wird ständig nach Möglichkeiten gesucht, die Krankheitssituation beim Kartoffelanbau zu reduzieren. In den letzten Jahren gabt es immer wieder verstärkt Probleme mit Rhizoctonia solani. Der Pilz äußert sich mit schwarzen Pusteln auf der Knolle (Konidien) oder in Form des Dry core Symptoms, das zum Teil tiefe Löcher auf der Knolle hinterlässt. Versuche aus anderen Bundesländern gaben erste Hinweise darauf, dass durch eine Behandlung mit Agrostimulin eine Reduzierung der Krankheit bewirkt werden kann. Das Pflanzenstärkungsmittel Agrostimulin wurde daher in Kombination mit Lignohumat getestet.

Versuchsaufbau

Agrostimulin ein ökologisches Pflanzenhilfsmittel, gewonnen aus einem Pilz, der auf Ginseng aufgesetzt wird. Es enthält Pflanzenkatalysatoren (Phytohormonbestandteile), Aminosäuren, Fettsäuren, Polysaccharide. Lignohumat ein 100% wasserlösliches Huminsäurepräparat für Boden- und Blattanwendung, hergestellt aus Lignin. Es ist ein schuppenartiges Pulver mit einem Gehalt von 90% Huminsalzen und einem hohen Anteil an Kalisalzen. Es enthält darüber hinaus wichtige Spurenelemente. LignohumatTM M enthält zusätzlich Se 0,005, B 0,15, Co 0,12 in % zur Trockenmasse.Eingesetzt wurden die Mittel als Blattbehandlung mit 6,6 g Lignohumat + 120 g Agrostimulin in 400 l Wasser pro ha.

Versuchsjahr

2007

Bemerkung

Fazit und Ausblick:Durch den Einsatz von Agrostimulin+Lignohumat als Blattbehandlung konnte der Knollenbefall mit Rhizoctonia Dry core und der Drahtwurmfraß stark reduziert werden. Sollten sich diese einjährigen Ergebnisse bestätigen, wären diese Pflanzenstärkungsmittel gut geeignet, die Knollenqualitäten von Kartoffeln im Ökologischen Landbau zu verbessern.

Ergebnis

Das Jahr 2007 war ein Jahr mit einer frühen und heftig verlaufenden Krautfäuleinfektion. Die Behandlung mit Agrostimulin + Lignohumat zeigte keine Wirkung auf die Bonituren bei der Blattgesundheit. Die Knollen der Sorte Laura waren auf diesem Standort sehr stark befallen mit Löchern aus Drahtwurmfraß und mit Löchern des Dry core Symptoms. Diese zwei Schadbilder sind sehr ähnlich und können leicht verwechselt werden. Oft befindet sich auf den Knollen ein Mischbefall. Die Behandlung mit Agrostimulin + Ligno-humat zeigte keine Ertragsverbesserung und keine deutliche Wirkung auf die Knollensortierung. Bei den Knollenbonituren traten jedoch deutliche Unterschiede auf. Die Knollen aus den Varianten mit einer Behandlung hatten einen deutlich geringeren Befall mit Dry core und Drahtwurmlöchern. Von den unbehandelten Knollen wiesen ca. 38 % der Knollen Löcher von Dry core und ca. 21 % Löcher durch Drahtwurmfraß auf. Die Vermarktung war hiermit nicht bzw. nur bedingt gegeben. Von den Knollen mit einer Blattbehandlung mit Agrostimulin + Lignohumat waren die Schadbilder auf 5,3 bzw. 2% Befall reduziert. Somit gab es keine Probleme mit der Vermarktungsfä-higkeit.

Ergebnisbericht

 Ergebnisbericht als PDF

Ansprechpartner

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