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Ministerin beim Hoffest auf dem Bioland-Hof Bobbert

20.09.2019

Öko-Verbände und Landwirtschaftsministerin wollen Ökolandbau in NRW weiterentwickeln

Von der Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW begleiteten Jan Leifert, Gudrun Plesch, Harald Nutt und Gottfried Erves den Besuch. Weiterhin waren Wilhelm Brüggemeier, Vizepräsident des WLV, Till Pagels und Birgit Jacquemin von der Landwirtschaftskammer NRW und Monika Berg, Referatsleiterin Ökologischer Landbau im MULNV, der Einladung auf den Bioland-Hof gefolgt.
Foto: Annette Angenendt, Bioland NRW


Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage Ökolandbau NRW öffneten Bio-Höfe und -Gärtnereien, Bio-Verarbeitungsunternehmen, Naturkosthandel, Gastronomie und weitere Institutionen ihre Türen und Tore für interessierte Besucher. Vom 30.8. bis 15.9.2019 zeigte die Bio-Branche aus Nordrhein-Westfalen mit etwa 200 Veranstaltungen, was sie für Verbraucherinnen und Verbraucher zu bieten hat. Viele Tausende Menschen nutzten dieses Angebot und besuchten Hoffeste, Schaukoch-Aktionen, Kultur-Events, Hof- und Feldführungen, Verkostungsaktionen und Veranstaltungen in Kantinen und Restaurants.

Auch Ursula Heinen-Esser, NRW-Landwirtschaftsministerin nutzte die Gelegenheit - am 8. September besuchte sie das Hoffest der Familie Bobbert in Bielefeld, das im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau NRW stattfand und zahlreiche Besucher auf den Bio-Hof lockte. Jan Leifert, Vorsitzender der LVÖ NRW und Wilhelm Brüggemeier, Vizepräsident des WLV, begleiteten den Besuch.

"Ich bin begeistert über das große Engagement unserer landwirtschaftlichen Betriebe. Sie präsentieren die Vielfalt und Professionalität in Landwirtschaft und Gartenbau, bei der hofeigenen Verarbeitung und im großen Hofladen. Mit unserer Unterstützung der Aktionstage Ökolandbau wollen wir diese wichtige Säule einer nachhaltigen Landwirtschaft den Verbraucherinnen und Verbrauchern näher bringen. Die Landesregierung will dem Ökolandbau in NRW Planungssicherheit geben, ihn konsequent weiterentwickeln und dabei die regionale Wertschöpfung stärken", sagte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser bei ihrem Besuch in Bielefeld.

Bei einem Betriebsrundgang informierten sich die Politik- und Verbandsvertreter über den vielseitigen Familienbetrieb, der seit 20 Jahren Mitglied des Bioland-Verbandes ist. In Landwirtschaft, Hofladen und Hofküche beschäftigt der Betrieb über 40 Mitarbeiter und Auszubildende. Auf 250 Quadratmetern Verkaufsfläche werden im Hofladen hofeigene Produkte wie Gemüse und Fleischwaren, sowie Zukaufware wie Naturkosmetik verkauft. Alles ausschließlich biologisch und bevorzugt aus der Region. Oda und Rüdiger Bobbert bauen Gemüse an und halten Rinder, Schweine, Schafe und Gänse.

 

Jan Leifert von der LVÖ NRW erinnerte anlässlich des Besuchs der Ministerin an die Bedeutung landwirtschaftlicher Familienbetriebe für die Region und die Verantwortung der Politik. "Was Familie Bobbert hier leistet, ist beispielhaft für funktionierende regionale Wertschöpfung und bietet dem ländlichen Raum Zukunftsperspektive. Wir erwarten, dass die Politik diesen Wert erkennt und die Betriebe unterstützt. Dafür muss zum Beispiel der Flächenverbrauch in NRW eingeschränkt werden, um Flächenkonkurrenz zu reduzieren, aber auch eine gute Weiterentwicklung der gesamten landwirtschaftlichen Förderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erfolgen."

Und WLV Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier ergänzt: "Böden sind Grundlage zur Erzeugung von Lebensmitteln, sie filtern und speichern Wasser und binden CO2 aus der Atmosphäre. Der Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch Versiegelung in NRW muss daher deutlich stärker begrenzt werden."

Weiterhin sei es notwendig, den Verwaltungsaufwand insbesondere für sehr vielfältig aufgestellte landwirtschaftliche Betriebe einzudämmen, forderte Betriebsleiter Rüdiger Bobbert.

Großes Lob bekam die Ministerin für ihre Kommunikation und ihr Interesse. Man sei in stetigem und gutem Austausch und freue sich über eine offene und interessierte Atmosphäre in der Zusammenarbeit, so Leifert und Brüggemeier. Und auch Familie Bobbert freute sich über den Besuch Heinen-Essers als "wichtige Voraussetzung für gute Politik, wenn die Ministerin versteht, wie wir auf unserem Biohof arbeiten und wie das Leben der Familien auf den Höfen aussieht."

Quelle: Annette Angenendt, Öffentlichkeitsarbeit, Bioland Landesverband NRW e.V., 11. September 2019

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