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Öko-Feldtage 2019: Spannende Feldtage locken tausende Besucher

05.07.2019

Zum zweiten Mal nach 2017 fanden in diesem Jahr am 03./04. Juli auf der Staatsdomäne Frankenhausen, dem Versuchsbetrieb der Universität Kassel die Öko-Feldtage statt.

Als Pendant der DLG-Feldtage gibt es seit 2017 auch die sogenannten Öko-Feldtage. Zum zweiten Mal fanden diese auf der hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Kassel/Witzenhausen statt. Der Biohof liegt vor den Toren Kassels und verfügt über 250 ha Ackerland, 40 ha Grünland und 8 ha Naturschutzfläche sowie eine moderne Tierhaltung.

Bereits im Vorfeld der Öko-Feldtage waren die Veranstalter, die FiBL Projekte GmbH sowie das Hessische Landwirtschaftsministerium und die Universität Kassel mit der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen und dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und die Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) sehr zufrieden. Schließlich hatten mehr als 330 Unternehmen (ca. 25 Prozent mehr als 2017) als Aussteller ihre Teilnahme zugesagt.

Und auch das Themenspektrum wurde im Vergleich zu 2017 nochmals ausgeweitet.  Anders als bei den DLG-Feldtagen ging es in Frankenhausen um den gesamten Betrieb, inklusive der Tierhaltung. So lag der Kuhstall des Lehr- und Versuchsguts diesmal mitten in der Ausstellungsfläche. "Das hat Symbolcharakter", sagte der wissenschaftliche Leiter der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, Prof. Jürgen Heß, schließlich sei die Tierhaltung wichtiger Bestandteil des ökologischen Landbaus. Sogenannte "Stallgespräche" des LLH gehörten ebenso dazu wie aktuelle Themen rund um die Haltung von Wiederkäuern, Geflügel und Schweinen sowie die Züchtertagung zum Deutschen Schwarzbunten Niederungsrind, einer gefährdeten Nutztierrasse.

Auf rund 1.200 Demonstrationsparzellen wurde die Pflanzenvielfalt von Ackerbohne bis Zuckerrübe sowie Gemüsekulturen, Landessorten- und Düngeversuche sowie Fruchtfolgen für viehhaltende und viehlose Betriebe präsentiert. Das spannende Angebot, aber auch die seit Jahren steigende Umstellungsbereitschaft der Betriebe trugen dazu bei, dass laut Veranstalter 11.000 Besucher nach Frankenhausen kamen. Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, als Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auch Schirmherr der Veranstaltung, war begeistert: "Zentrale Themen der Öko-Feldtage wie Öko-Züchtung und -Nährstoffmanagement, -Tierhaltung oder Landtechnik zeigen den Landwirtinnen und Landwirten mögliche Bausteine auf, ihren Betrieb enkeltauglich zu machen. Forschende können erfahren, was die Praxis von ihnen wirklich braucht und die Politik sieht beides: Was der Ökolandbau bietet und was er braucht, um das vorhandene Potential zu entfalten".

Und so waren die Öko-Feldtage auch Anlaufpunkt vieler umstellungsinteressierter Betriebsleiter, die einen intensiven Einblick in ökologische Wirtschaftsweisen bekamen und das breite Angebot u.a. der Landwirtschaftskammer NRW zur Umstellungsberatung nutzten.

Mit über 50 Maschinenvorführungen, 22 Innovationen von Prototypen und circa 70 verschiedene Kulturen mit vielen neuen und angepassten Sorten wurden vielfältige Elemente der ökologischen Landwirtschaft eindrucksvoll präsentiert. Hacken, Striegel, Schwader, GPS- und kamerageführte Maschinen verschafften einen Eindruck von moderner Landtechnik. Vom Unkrautroboter über Solar-Jäteflieger bis zum Traktor mit Elektroantrieb demonstrierten Innovationsbeispiele, wohin sich die ökologische Landwirtschaft entwickelt.

Verschiedene Vortragsforen rückten aktuelle Themen und Fragen zu Pflanzenbau, Tierwohl,  Öko-Züchtungen, Klimawandel, Preispolitik, solidarische Landwirtschaft und vieles mehr in den Fokus.

Quelle: Dr. Karl Kempkens, Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW, Tel.: 0251 - 2376 625, E-Mail: karl.kempkens@lwk.nrw.de , 04. Juli 2019

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