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Projekt

Einfluss verschiedener Pflanzmaterialien auf den Ertrag von Öko-Erdbeeren im Freilandanbau

Projekt

Leitbetriebe ökologischer Landbau in NRW

Beschreibung

Im ökologischen Anbau gibt es zwei Standardverfahren in der Jungpflanzenerzeugung: Topfgrünpflanzen und Frigo-Pflanzen. Während Frigo-Pflanzen im Einkauf mit ca. 17 Cent pro Stück relativ günstig sind, kosten Topfgrünpflanzen bis zu 40 Cent pro Stück. Im Gegenzug werden Topfgrünpflanzen erst Anfang August gepflanzt, während Frigo-Pflanzen bereits am 10. Juni in den Boden müssen. Beide Verfahren haben im Pflanzjahr somit Vor- und Nachteile. Welches dieser beiden Verfahren ertragreicher im Folgejahr ist, galt es zu untersuchen.

Versuchsjahr

2011

Bemerkung

Zusammenfassung: Das Ertragspotential von Frigo-Pflanzen im Vergleich zu Topfgrünpflanzen wurde andrei Erdbeersorten untersucht. Frigo-Pflanzen hatten einen mit 25 % höheren marktfähige Ertrag bzw. Gesamtertrag im Vergleich zu Topfgrünpflanzen. Der nicht marktfähige Anteil war bei beiden Verfahren vergleichbar. Der Anbau von Frigo-Pflanzen ist bei entsprechenden Anbaubedingungen eine echte Alternative zum Topfgrünpflanzenverfahren.

Ergebnis

Die Ernte der Früchte beider Verfahren begann am 09.05.2011 und endete am09.06.2011, jedoch war die Erntemitte beim Frigopflanzen(F)-Verfahren bei allen drei Sorten im Vergleich zum Topfgrünpflanzen(T)-Verfahren um durchschnittlich zwei Tage nach hinten verschoben (Abb. 1). Auch zeigte sich, dass die Erntemengen des T-Verfahren in der Anfangsphase schneller anstiegen, während im F-Verfahren zum Ende hin im Vergleich ein höheres Ernteaufkommen zu verzeichnen war. Das F-Verfahren führte in Bezug auf den marktfähigen Ertrag und den Gesamtertrag zu einem Mehrertrag von 25 % und unterschied sich damit signifikant vom TVerfahren. Während im T-Verfahren 670 g pro Pflanze Gesamtertrag geerntet wurden, lag der Wert im F-Verfahren für den marktfähigen Ertrag mit 687 g pro Pflanze schon über diesem Wert und der Gesamtertrag bei 839 g pro Pflanze. Die ertragsstarke Sorte Elsanta hatte dabei den höchsten Ertrag und unterschied sich signifikant von den Sorten Clery und Darselect, hatte mit 22 % aber einen relativ hohen Anteil an nicht marktfähiger Ware. Geschmacklich waren die Früchte aus dem F-Verfahren zu Beginn nicht so ansprechend wie im T-Verfahren (Beobachtung der Versuchsanstellerin). Ab Erntemitte schmeckten die Früchte sehr gut. Sollte die Möglichkeit des Frigo-Verfahrens mit einer Pflanzung am 10 Juni im Betrieb bestehen, ist dies in Bezug auf Ertrag und Kosteneinsparung beim Jungpflanzenkauf eine echte Alternative zum Topfgrünpflanzen-Verfahren.

Ergebnisbericht

 Ergebnisbericht als PDF

Ansprechpartner

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