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Hygiene im Abferkelstall

15.05.2019

Eine gute Hygiene im Abferkelstall ist eine wichtige Infektionsprophylaxe und dadurch sowohl für die Muttersau als auch für die neugeborenen Ferkel von großer Bedeutung. Durch ein entsprechendes Management kann die Übertragung von Krankheitserregern verhindert oder zumindest minimiert werden, und somit die Gesundheit von Sau und Ferkeln gefördert. Insbesondere bei bekannten Gesundheitsproblemen, wie z. B. Saugferkeldurchfällen, Streptokokken oder auch MMA Problematiken, kann ein Blick auf das eigene Hygienemanagement helfen.

Im Folgenden einige Maßnahmen, die die Keimbelastung im Umfeld der Tiere vermindern können:
  • Einstallen der hochtragenden Sauen in saubere (gewaschene, ggf. desinfizierte) Abferkelbuchten: Nur so kann verhindert werden, dass die Tiere mit Keimen der vorherigen Tiergruppe in Kontakt kommen. Im Auslauf ebenso wichtig wie im Stallinneren, und auch Futtertröge, Tränkebecken, Ferkelnestabdeckungen etc. dürfen nicht vergessen werden.
  • Waschen der Sauen: Viele Keime befinden sich auf der Körperoberfläche der Sau oder werden über Verschmutzungen und Dreckanhaftungen an den Haaren, am Gesäuge oder den Klauen der Tiere mit in den Abferkelstall gebracht und somit auch auf die Saugferkel übertragen. Falls die Temperaturen es zulassen, empfiehlt es sich daher die Sauen vor dem Umstallen in den Abferkelstall zu waschen. So können Schmutzpartikel und Parasitenstadien entfernt werden, gleichzeitig ist das Waschen Wellness für die Sau. Wichtig dabei ist es, auf eine gute Belüftung des Waschplatzes zu achten, da jeglicher Stress für die hochtragenden Tiere vermieden werden sollte.
  • Entwurmung: Je nach betrieblichen Gegebenheiten kann der Bestand entwurmt werden, oder es wird gruppenweise, z.B. vor der Einstallung in den Abferkelstall entwurmt. Vorteil bei letzterem Vorgehen ist, dass sich die neugeborenen Saugferkel nicht sofort über den Sauenkot oder die Sauenmilch mit den Wurmstadien infizieren können.
  • Häufigeres Ausmisten der Abferkelställe: In konventionellen Ferkelschutzkörben wird häufig täglich (!) der Kot hinter den Sauen entfernt, zumindest bis einige Tage nach der Geburt. So können sich die Tiere nicht mit den im Kot ausgeschiedenen Keimen (und Parasiten, s.o.) reinfizieren und die Ferkel werden in eine saubere Bucht geboren.

    Da die Ausläufe bei Bio-Abferkelställen im Verhältnis zu Gruppenställen relativ klein sind (Nutzung nur durch eine Sau), sollte trotz des erhöhten Arbeitsaufwandes ein regelmäßiges Abschieben der Ausläufe eingeplant werden (mind. zweimal die Woche, ggf. häufiger). Verschmutzungen im Stallinnenbereich müssen dabei genauso häufig mit entfernt werden, um den positiven Effekt zu erhalten.

Quelle und Ansprechpartnerin: Ulrike Westenhorst, Tel. 02945-989-559, ulrike.westenhorst@lwk.nrw.de, Schweine-Informationsdienst Nr.18 vom 30.04.2019

Weitere Informationen

Ulrike Westenhorst, Beraterin Ökologische Schweinehaltung im Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW

Kontakt

Ulrike Westenhorst
Ökoteam Landwirtschaftskammer NRW
Tel.: 02945 – 989 559
E-Mail: ulrike.westenhorst@lwk.nrw.de 

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