Der Kaufpreis für landwirtschaftliche Grundstücke bleibt in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 80 730 € je ha auf einem hohen Niveau.
Im letzten Jahr wechselten mit 1 907 geschlossenen Kaufverträgen insgesamt 3 130 ha landwirtschaftliche Fläche den Besitzer. Das waren fast 30 % mehr als 2024. Der durchschnittlich gezahlte Preis für 1 ha landwirtschaftliche Fläche in NRW sank in den vergangenen zwei Jahren. Zuvor hatte er sich von 2009 bis 2023 mehr als verdreifacht.
Die Statistik berücksichtigt verkaufte Flächen ab einer Größe von 0,1 ha, sofern diese weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Zudem müssen mindestens 90 % des Verkaufswertes auf die landwirtschaftliche Nutzung entfallen.
Im Regierungsbezirk Münster investierten Käufer durchschnittlich 121 500 € je ha. Im Kreis Borken lag der aus 79 Verkaufsfällen ermittelte Wert bei 142 330 € je ha. Im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden in den Kreisen Wesel und Viersen sowie im Rhein-Kreis Neuss mit durchschnittlich 108 060 € je ha die höchsten Preise gezahlt. Auf hohem Niveau lag auch der im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte ha-Preis von 141 910 € im Rhein-Erft-Kreis. Dieser wurde aus 50 Verkaufsfällen ermittelt.
Im bundesweiten Vergleich waren landwirtschaftliche Flächen in NRW am teuersten, gefolgt von Bayern. Signifikante Unterschiede lagen zwischen den ostdeutschen Bundesländern mit durchschnittlich 17 470 € je ha und den westdeutschen Bundesländern mit 51 830 € je ha vor.
Jürgen Boerman und Ulrike Lemke, Landwirtschaftskammer NRW