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Champignonverbrauch steigt um 400 g

21.10.2025
Champignons

Champignons sind in Deutschland die klaren Spitzenreiter unter den Speisepilzen – sie dominieren die heimische Speisepilzproduktion deutlich mit einem Anteil von knapp 98 %. 

Der Pro-Kopf-Verbrauch ist 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr von 1,9 auf 2,3 kg gestiegen und lag damit erstmals wieder auf dem Niveau zu Beginn der 2000er-Jahre. Dies zeigen die vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL). Einen Aufschwung in der Erntemenge erlebt der Shiitakepilz: Diese hat sich im Kalenderjahr 2024 um 56 % gesteigert.

Die deutsche Ernte an Champignons deckt mit rund 78 000 t im Wirtschaftsjahr 2023/24 etwa 36 % des eigenen Bedarfs (2022/23: 43 %). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Champignons lag in den vergangenen Jahren relativ konstant bei etwa 1,9 kg. Mit 2,3 kg pro Person wurden 2023/24 nach den vorläufigen Zahlen des BZL erstmals wieder so viele Champignons verbraucht wie zu Beginn der 2000er-Jahre.

Deutschland auf Platz 5

Polen ist mit einer Erntemenge von 246 700 t Champignons im Jahr 2024 der EU-Spitzenreiter. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Niederlande mit 200 000 t und Spanien mit 145 010 t. Deutschland rangiert nach Frankreich (100 000 t) auf Platz fünf der Champignonerzeuger.

Pilze

Shiitake: Erntemenge steigt

Die deutsche Produktion anderer Kulturspeisepilze, darunter Shiitake und Austernpilze, belief sich 2024 auf knapp 1 940 t. Shiitake bauten sechs Betriebe an, die auf 2,2 ha etwa 251 t ernteten. 2023 erzeugte die gleiche Anzahl an Betrieben auf einer Fläche von 2 ha rund 161 t Shiitake. 

Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) punkten Shiitakepilze bei den Inhaltsstoffen neben Eiweiß vor allem mit B-Vitaminen und Magnesium. Der Pilz zeichnet sich durch festes Fleisch und eine fleischig-herzhafte „Umami“-Note aus. Dadurch eignet er sich neben seinem Einsatz als „Gemüse-Partner“ auch als geschmackvoller Fleischersatz in vegetarischen oder veganen Gerichten.

Wildpilze limitiert

Wildpilze lassen sich nicht züchten, sondern wachsen nur in der Natur in Symbiose mit bestimmten Wirtspflanzen. Da Pfifferlinge und Steinpilze in Deutschland immer seltener werden, dürfen sie nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden. Um die Strahlenbelastung müssen sich Pilzsammler keine Gedanken machen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigte in einer aktuellen Veröffentlichung, dass selbst gesammelte Pilze in üblichen Mengen bedenkenlos verzehrt werden könnten. 

Im Handel angebotene Pfifferlinge und Steinpilze kommen meist aus dem osteuropäischen Raum, da sie hier auch zu erwerbsmäßigen Zwecken gesammelt werden dürfen. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2024 in Deutschland 4 503 t frische Pfifferlinge und fast 125 t frische Steinpilze importiert. Die wichtigsten Lieferländer für Pfifferlinge waren 2024 Litauen und Belarus sowie bei Steinpilzen Polen und Rumänien.


BLE