Fusarium-Pilze bilden unter anderem die Mykotoxine Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA), die in der Tierfütterung erhebliche Probleme verursachen können.
Sie gehören zu den häufigsten Mykotoxinen im Mais und können insbesondere bei Schweinen zu Futterverweigerung, Leistungseinbußen und Fruchtbarkeitsstörungen führen. Besonders betroffen ist CCM (Corn-Cob-Mix), das aus Körnern und Spindeln besteht, also den Teilen der Maispflanze, die besonders anfällig für Fusarium-Pilze sind.
Ein Drittel der Proben belastet
Daten aus dem Vorjahr zeigen, dass in etwa 30 % der bei der LUFA NRW untersuchten CCM-Proben eine Belastung mit DON festgestellt wurde. Auch aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieser Trend anhält. Eine frühzeitige Analyse ist daher wichtig, um die Futtermittelsicherheit und Tiergesundheit zu gewährleisten.
ELISA- oder HPLC-Testverfahren
Für die Untersuchung von Futtermitteln auf Mykotoxine stehen zwei bewährte Methoden zur Verfügung:
- ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) ist ein immunologisches Verfahren, das gezielt einzelne Mykotoxine, wie DON oder ZEA, erkennt. Es eignet sich ideal für erste Einschätzungen, Routinekontrollen und Monitoring.
- HPLC (High Performance Liquid Chromatography) ist ein chromatographisches Verfahren, das Mykotoxine physikalisch trennt und präzise quantifiziert. Es erlaubt dadurch exakte Konzentrationsangaben. HPLC ist besonders geeignet für Detailanalysen und zur Absicherung im Verdachtsfall.
Proben zur LUFA
Das Analytikangebot der LUFA NRW umfasst Einzel- und Kombiuntersuchungen auf DON, ZEA und weitere relevante Mykotoxine. Zusätzlich gibt es ein Screening-Paket, das die gleichzeitige Analyse von acht Mykotoxinen ermöglicht und so eine umfassende Risikobewertung unterstützt.
Das Auftragsformular für die Untersuchung von Getreide, Mais und Körnerleguminosen finden Sie im Webangebot der LUFA NRW.
Ansprechpartner sind Tobias Kleimann (Kundenbetreuung) per Telefon unter 0 251/ 23 76 -737 oder E-Mail an tobias.kleimann[at]lwk.nrw.de (tobias[dot]kleimann[at]lwk[dot]nrw[dot]de )und Anna Heitgreß (Vertrieb), per Telefon unter 0 251/ 23 76 -642 oder E-Mail an anna-catharina.heitgress[at]lwk.nrw.de (anna-catharina[dot]heitgress[at]lwk[dot]nrw[dot]de).
LUFA NRW