Wie kann ich das Nährstoffmanagement am Biobetrieb optimieren? Was sind wichtige Stellschrauben, die ich beachten sollte? Der neue "Kompass zum Nährstoffmanagement im Ökolandbau" ist ein Tool für Berater und Praxisbetriebe, das dabei unterstützt, das Nährstoffmanagement im Biobetrieb genauer unter die Lupe zu nehmen. Unterteilt in verschiedene Zielfelder, hilft der Kompass mit Beispielen dabei, das eigene Nährstoffmanagement zu bewerten und Ansatzpunkte zur Verbesserung aufzuzeigen. Das erste Zielfeld "Optimierung der Stickstofffixierleistung von Leguminosen" wurde nun veröffentlicht.
Der „Kompass zum Nährstoffmanagement in der ökologischen Landwirtschaft“ ist ein Leitfaden für Beraterinnen und Berater sowie Landwirte und Landwirtinnen, das Nährstoffmanagement auf ihren Betrieben einzuschätzen, Handlungsbedarfe aufzuzeigen und das betriebliche Nährstoffmanagement dadurch zu optimieren.
Der Kompass ist in zehn Zielfelder des Nährstoffmanagements unterteilt. Ein Zielfeld bündelt verschiedene Maßnahmen, die Stellschrauben zur Erreichung des jeweiligen Zieles sind. Innerhalb der Zielfelder werden die verschiedenen Maßnahmen beschrieben und deren Bewertung anhand von Rechenbeispielen nach einem Punktesystem angeleitet. Auf Ebene dieser konkreten Maßnahmen kann das Nährstoffmanagement eines Betriebes mithilfe des Kompasses bewertet werden.
Die Grundlage war eine umfangreiche Sammlung von Kriterien zur Bewertung des Nährstoffmanagements im ökologischen Landbau, welche im Rahmen des NutriNet-Projektes erarbeitet wurde. Die Bewertung anhand des Punktesystems wurde für jede Maßnahme auf Basis von bekannten Parametern und Werten aus der Fachliteratur entwickelt.
Weitere Hinweise zum Hintergrund und zur Handhabung finden sich im Vorwort der Zielfelder.
Die Zielfelder im Überblick
1. Optimierung der N-Fixierleistung von Leguminosen
2. Minimierung von N-Verlusten
3. Deckung des N-Bedarfs
4. Bessere zeitliche & räumliche Synchronisation von N-Bedarf & -Angebot
5. Aufbau der Bodenstruktur
6. Optimierung der Nährstoffversorgung
7. Optimierung des Wasserhaushalts & Vermeidung von Evaporation
8. (Nährstoff-)Effizienzsteigerung der Wirtschaftsdünger
9. Steigerung der N-Effizienz
10. Realisierung regionaler Nährstoffkreisläufe
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des NutriNet.
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