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Höfetour „Raus aufs Land“ am Niederrhein

07.08.2026

Wann sind die heimischen Äpfel tatsächlich reif und woher stammt eigentlich die Süßkartoffel? Um die Brücke zwischen Acker und Einkaufskorb zu schlagen, hat Kammerpräsident Karl Werring gemeinsam mit Silke Gorißen, NRW-Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, am 7. August die neue Höfetour „Raus aufs Land“ offiziell auf dem Familienbetrieb Petkens Gemüse und Obst in Kerken am Niederrhein eröffnet.


 

Höfetoureröffnung
Freuen sich gemeinsam auf viele Radfahreinenn und Wanderer auf der Höfetour am Niederrhein: Karl Werring und Silke Gorißen, umgeben von den Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern der teilnehmenden Höfe entlang der Strecke. 

Im Mittelpunkt der Tour steht das Prinzip der „Selbst-Erfahrung“. Auf der Strecke können Interessierte insgesamt fünf landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe kennenlernen. Die Vielfalt am Niederrhein ist dabei groß: Von klassischem Obst und Gemüse über Süßkartoffeln, Kartoffeln und Eier bis hin zu Fleisch, Milch und Käse – die Tour macht die Vielfalt der regionalen Lebensmittel sichtbar.

„Die Höfetour „Raus aufs Land“ verbindet auf besondere Weise das, was unsere Region ausmacht: eine leistungsfähige Landwirtschaft, hochwertige regionale Lebensmittel, engagierte Familienbetriebe und eine Kulturlandschaft, die von den Menschen vor Ort geprägt und erhalten wird“, sagte Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, in seinem Grußwort.

Fünf landwirtschaftliche Betriebe laden entlang dieses Radrundwegs dazu ein, Landwirtschaft dort kennenzulernen, wo sie jeden Tag stattfindet – authentisch, transparent und im direkten Austausch mit den Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen.

Vielfältige Landwirtschaft in der Region

Ministerin Silke Gorißen wies zum Auftakt der Tour auf die Stärke und Vielfältigkeit der Landwirtschaft am Niederrhein und in Nordrhein-Westfalen hin: „Fruchtbare Böden, weite Felder, starke und traditionsreiche Familienbetriebe – der Niederrhein ist eine der prägendsten Agrarregionen Nordrhein-Westfalens. Landwirtschaft schafft Lebensqualität, Arbeitsplätze und formt die Identität einer Region. Daher ist die Idee der Höfetour großartig, um zu zeigen, wie hier heimische Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch, Milch, Käse, Obst oder Gemüse regional, saisonal und immer in Top-Qualität erzeugt werden. Die Höfetour macht regionale Landwirtschaft für jeden Menschen erlebbar, zum Anfassen, Schmecken und Genießen. Hier können junge und alte Verbraucherinnen und Verbraucher direkt ins Gespräch mit Erzeugern kommen und sich von der Stärke und Nähe unserer landwirtschaftlichen Betriebe zu überzeugen.“

Besonders für Familien bietet die Höfetour ein ideales Ferienprogramm. An den fünf Stationen warten spezielle Erklärschilder mit spannenden Informationen und kleinen Knobelaufgaben, die zum Mitmachen anregen. Wer nach der Radtour hungrig ist oder den Geschmack der Region mit nach Hause nehmen möchte, hat entlang der Route reichlich Gelegenheit:

  • Direktvermarktung: Einkaufsmöglichkeiten direkt ab Hof: Petkens Gemüse und Obst, Kartoffelhof Pottbäcker, Biohof Frohnenbruch, Bauernkäserei Straetmans Hof Benger im regionalen Lebensmitteleinzelhandel
  • Gastronomie: Einkehrmöglichkeiten für eine gemütliche Rast mittwochs bis samstags: Biohof Frohnenbruch, Bauernkäserei Straetmans 
  • Aktivität: Eine flache, etwa 34 km lange Route, die ideal für Fahrradausflüge geeignet ist.

Nachhaltigkeit durch regionale Kaufbereitschaft

Hinter dem Projekt steht auch ein wirtschaftliches Ziel für die Region. Indem Begeisterung für die lokale Erzeugung geweckt wird, soll die Kaufbereitschaft für regional erzeugte Lebensmittel gefördert werden. Das stärkt nicht nur die heimischen Betriebe in ihrer Rolle als wichtige regionale Arbeitgeber, sondern durch kurze Transportwege wird auch die Umwelt geschont.

Botschafter für die regionale Landwirtschaft

Die beteiligten Höfe stehen stellvertretend für die zahlreichen aktiven Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Sie machen deutlich, warum der Einkauf regionaler Produkte eine besonders gute Wahl ist, denn die Erzeuger bieten Mehrwerte, die der klassische Handel kaum leisten kann:

  • Größere Sortenvielfalt: Regionale Erzeuger führen gezielt ausgewählte oder alte Sorten bei Obst und Gemüse, die für besondere geschmackliche Unterschiede sorgen.
  • Optimaler Erntezeitpunkt: Die Ernte zum idealen Reifezeitpunkt ist ein weiteres Merkmal für Geschmack, Frische und Qualität.
  • Hohe Tierwohlstandards: Landwirtschaftliche Familienbetriebe kümmern sich mit viel Herzblut um das Wohlergehen ihrer Tiere.
  • Transparenz und Vertrauen: Kundinnen und Kunden sehen direkt, wo ihre Lebensmittel entstehen. Das schafft Vertrauen in die Produktionsweise. In die Verarbeitung fließen zudem viel Erfahrung, Wissen und echtes Handwerk ein.
  • Weniger Lebensmittelverschwendung: Im Hofladen kann bedarfsgerecht und oft lose Ware eingekauft werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
  • Stärkung der regionalen Wirtschaft: Mit jedem Kauf regionaler Produkte wird die heimische Landwirtschaft in NRW gestärkt. Davon profitieren auch die Menschen, die vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze finden.

Landwirtschaftskammer NRW