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„LandInForm“: Regionale Nährstoffkreisläufe

15.09.2025

Was braucht der Boden, um dauerhaft fruchtbar zu sein? Wie können fehlende Nährstoffe ersetzt werden? Die neue Ausgabe der Zeitschrift „LandInForm“ der „Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU“ (DVS) stellt Ansätze und Möglichkeiten vor, wie Nährstoffe regional zirkulieren und die Betriebe voneinander profitieren können. 

Cover Land in Form

Stickstoffüberschüsse auf der einen Seite, Abbau von Phosphor und Kalium auf der anderen: Die neue „LandInForm“ zeigt, wie Landwirtinnen und Landwirte mit betriebsinternen oder regionalen Nährstoffkreisläufen arbeiten und wo es noch Lücken gibt. Auf die Bedeutung von Gülle geht Professor Klaus Dittert von der Universität Göttingen im Interview ein. Ungenutztes Potenzial als Dünger sieht er in den großen Mengen an Obst und Gemüse, die täglich im Supermarkt entsorgt werden.

Welche Ausgangsstoffe für welchen Dünger?

Die neue „LandInForm“ zeigt, wie Biogasreste in einer speziellen Anlage zu Düngemitteln aufbereitet werden können, sodass sie transportwürdig werden: Eine Pilotanlage in Hessen stellt aus Gärresten Torfersatz, Volldünger und Bodenaktivator her. Andere Vorhaben befassen sich mit dem Nährstoffrecycling von Klärschlamm und Bioabfällen. Ein kontroverser Ansatz ist das Herstellen von Dünger aus menschlichen Exkrementen. Zwei Reallabore haben sich mit diesem Ausgangsstoff beschäftigt.

Nährstoffverluste im Blick behalten

Um die Vorgaben der Düngeverordnung zu erfüllen, muss ein landwirtschaftlicher Betrieb Kulturen planen, den Nährstoffverbrauch im Blick behalten und die Düngemaßnahmen dokumentieren. Für diese bürokratische Arbeit bietet das Bundesland Sachsen eine kostenlose Software-Lösung an. Diese führt Berechnungen zum Nährstoffgehalt durch, zeigt die Humusbilanz an und gibt konkrete Düngeempfehlungen.

Regionaler Austausch steht im ökologischen Netzwerk „Nährstoffmanagement im ökologischen Landbau“ (NutriNet) im Fokus. Die neue „LandInForm“ zeigt anhand von Beispielen aus NutriNet, wie ein Betrieb die eigenen Nährstoffflüsse im Blick behalten kann.

Neben dem Fokusthema informiert „LandInForm“ unter anderem zu einer neuen digitalen Plattform für Direktvermarkter, zur Absicherung von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben und zum Erhalt von Streuobstwiesen. 

Diese und weitere Beiträge finden Interessenten in der aktuellen Ausgabe der DVS-Zeitschrift unter www.land-inform.de.


BLE