Das hochsommerliche Wetter in der letzten Junidekade hat für rasante Wachstumsschübe der Maisbestände gesorgt.
Das junge Gewebe erweist sich dann regelmäßig als sehr weich, was die Lageranfälligkeit der Pflanzen deutlich erhöht. Starker Wind, zum Teil kombiniert mit Regen zum Ende der Hitzeperiode am letzten Juniwochenende, hat regional dann zu Lager in den Maisbeständen geführt.
Betroffen sind regelmäßig Bestände schnell wachsender Sorten im Streckungswachstum bis kurz vor dem Rispenschieben. Sofern die Pflanzen im Wurzelballen lagern und eine gewisse Schräglage zeigen, richten sich viele Pflanzen wieder auf oder zeigen im weiteren Verlauf durch sogenanntes interkalares Wachstum in den Knoten später die typischen Säbelbeine. Abgebrochene oder scharf abgeknickte Pflanzen sind allerdings für den Ertragsaufbau verloren.
Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW