Logo der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Monitoring der Schilf-Glasflügelzikade

04.06.2026

Das Monitoring 2026 zur Schilf-Glasflügelzikade läuft jetzt seit vier Wochen. Die ersten wenigen Zikaden wurden auch bereits gefangen und werden im Diagnoselabor des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer NRW auf Beladung mit den bakteriellen Erregern untersucht. 

Derzeit wurden in Nordrhein-Westfalen in der Summe noch weniger als zehn Zikaden gefangen. Demnach ist das Auftreten der Schilf-Glasflügelzikade weiterhin auf einem erheblich niedrigeren Niveau als in den südlichen Bundesländern.

Die Bundesländer wurden, wie im vergangenen Jahr, in Hot-Spot-, Übergangs- und Grenzregionen eingeteilt. Nordrhein-Westfalen ist eine Grenzregion. Die Merkmale für die Grenzregion sind in der Tabelle dargestellt. 

Merkmale Glasflügelzikade

In Grenzregionen ist es nicht vorgesehen, einen Warndienstaufruf zu erteilen. Hier stehen die ackerbaulichen Maßnahmen, wie zum Beispiel eine weite Fruchtfolge, Bodenbearbeitung und Sortenwahl, im Vordergrund. Sollte der Befall deutlich höher ausfallen, ist eine kurzfristige Anpassung der regionalen Zuschnitte jederzeit möglich, sodass auch in Nordrhein-Westfalen von den kürzlich erteilten Notfallzulassungen Gebrauch gemacht werden kann. Derzeit (Stand 1. Juni) ist allerdings noch kein Warndienstaufruf für Nordrhein-Westfalen erfolgt. 


Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW