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Neues DLG-Merkblatt: Regenerative Landwirtschaft

30.06.2026
Cover DLG-Merkblatt 505

Regenerative Landwirtschaft stellt die Förderung der Bodenbiologie in den Mittelpunkt der Bewirtschaftung und erreicht dadurch einen hohen Bodenschutzstandard. Dies ist die entscheidende Basis für gesunde und vitale Bestände, die widerstandsfähig gegen Krankheiten und Witterungsextreme sind. 

Eine vielfältige Fruchtfolge, minimale Bodenbewegung oder Direktsaatverfahren, eine ganzjährige Bodenbedeckung mit Pflanzen durch konsequenten Zwischenfruchtanbau, Bei-/Untersaaten und Mischkultursysteme sowie die Integration von Tierhaltung sind zentrale Elemente, auf Basis eines hohen Bodenschutzstandards zu wirtschaften.

Gesamter Prozess beleuchtet

Genau hier setzt die Reihe der DLG-Merkblätter zur regenerativen Landwirtschaft an: Darin wird sowohl der gesamte Prozess hin zum System als auch die einzelnen Komponenten beschrieben. Es ist zu betonen, dass die volle positive Wirkung des Systems regenerative Landwirtschaft nur entfaltet werden kann, wenn alle Maßnahmen des Instrumentenkastens konsequent umgesetzt werden. Die Entwicklung hin zum ganzheitlichen System kann als fortschreitender betrieblicher Prozess verstanden werden. Die Merkblätter der DLG-Reihe „regenerative Landwirtschaft“ beschreiben diesen Prozess, um Landwirtinnen und Landwirten praxisnahe Hilfestellung zum Einstieg zu geben.

Vom Praktiker beurteilt

Landwirt Johannes Feuerborn aus Sachsen-Anhalt bewirtschaftet seinen Betrieb seit 2022 konsequent im bodenschonenden Direktsaat-Verfahren. Für die DLG-Feldtage 2026 hat er aktiv am Planting-Green-Versuch mitgewirkt und hierfür die Zwischenfrucht ausgesät.

Zum neuen DLG-Merkblatt sagt er: „Das neue Merkblatt aus der Reihe zur Regenerativen Landwirtschaft bietet einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Ansätze. Es verdeutlicht, wie wichtig möglichst lange lebende Wurzeln im Boden und eine hohe Pflanzenvielfalt für die Bodenprozesse sind. Ebenso wird die Bedeutung einer dauerhaften Bodenbedeckung sehr anschaulich dargestellt. Regenerative Landwirtschaft erfordert ein anderes Mindset und ein tiefes Verständnis der biologischen Prozesse im Boden.“

Das ausführliche Interview, das die DLG mit Feuerborn im Vorfeld der DLG-Feldtage 2026 geführt hat, lesen Interessierte online.

Neues DLG-Merkblatt gibt Überblick

Dieses Merkblatt beschäftigt sich mit dem Thema permanente Bodenbedeckung: Warum ist sie so zentral für das System, wie lässt sie sich umsetzen und welche Wirkungen auf die Bodengesundheit sind zu erzielen? Auf diese und weitere Fragestellungen liefert das Merkblatt Antworten. Autoren sind Jan-Hendrik Schulz, Deutsche Saatveredelung, Jonas Trippner, DLG e.V., Ludwig Wreesmann, Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB) e.V., Dr. Theodor Friedrich, Lindewitt und Dr. Yann Boulestreau, AgSynergie. Das DLG-Merkblatt entstand in Zusammenarbeit mit dem DLG-Ausschuss für Ackerbau.
 
Das Merkblatt 505 „Regenerative Landwirtschaft – Permanente Bodenbedeckung und ganzjährig lebende Wurzeln“ steht online zum kostenlosen Download bereit. Für weitere Informationen steht Jonas Trippner vom DLG-Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel unter Telefon: 0 69/ 24 788 -224 und per Mail an j.trippner[at]DLG.org (j[dot]trippner[at]DLG[dot]org) gerne zur Verfügung.


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