Die landwirtschaftliche Ausbildung legt den Schwerpunkt auf die Produktionstechnik. Pflügen und melken, das kann jeder Gehilfe und jede Gehilfin. Um einen landwirtschaftlichen Betrieb langfristig erfolgreich führen zu können, bedarf es jedoch mehr, auch und erst recht bei ökologischer Bewirtschaftung. Und genau da setzt die Ökoschule an.
Schwerpunkt der zweijährigen Weiterbildung an der Fachschule für Ökologischen Landbau in Haus Riswick, Kleve, sind daher Betriebswirtschaft und Unternehmensführung sowie Marketing. Ziel ist dabei eine nachhaltige Wertschöpfung in möglichst langfristigen Partnerschaften. Und damit Sie Ihr Wissen und Können auch weitergeben, ist die Ausbildereignungsprüfung Teil des Programms. Selbstverständlich werden aber auch Einblicke in ökologischen Pflanzenbau und ökologische Tierhaltung vertieft und der Obst- und Gemüseanbau thematisiert. Zahlreiche Exkursionen und mehrere Klassenfahrten zu Biobetrieben sowie Verarbeitern und Vermarktern ergänzen die theoretischen Inhalte.
In der Projektarbeit haben Sie die Möglichkeit, umfangreichere Fragestellungen, wie zum Beispiel eine Stall- oder Umstellungsplanung, einzeln oder in Gruppen selbständig zu bearbeiten. Mit etwas mehr Einsatz, zum Beispiel in Mathematik und Englisch, lässt sich auch die Fachhochschulreife erlangen.
Durch den Vollzeitunterricht ist es naheliegend, an den Niederrhein zu ziehen. Diese Zeit „weg von Zuhause“ bewerten viele als besonders wertvoll.
Christian Wucherpfennig,
Landwirtschaftskammer NRW