Ackerbohnen in Festbodenmulchsystemen des Ökologischen Landbaus
Standort 1: Leitbetrieb Biolandhof Bolten, NiederkrüchtenStandort 2: Leitbetrieb Stautenhof, Anrath
Im Rahmen des von der BLE geförderten Verbundprojektes "Entwicklung neuer Strategien zur Mehrung und optimierten Nutzung der Bodenfruchtbarkeit: Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen mit Mulchsaatverfahren" (www.klms.uni-bonn.de) (KL-MS) prüft das IOL derzeit die Direktsaat (eFMS) von Ackerbohnen (Vicia faba L.) in Mulch von Ernteresten der Vorfrucht Hafer. Im Gegensatz zu Nichtleguminosen sind Körnerleguminosen wie Ackerbohnen nicht von der im FMS verzögerten und geringeren Freisetzung von bodenbürtigem Nitratstickstoff abhängig. Eine frühe Saat in feuchten Boden ist i.d.R. positiv ertragswirksam und fördert die Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern (KÖPKE & NEMECEK 2009). Es wird erwartet, dass annuelle Unkräuter durch physikalische Effekte des Mulchs der Vorfrucht Hafer hinreichend reguliert werden können. Um diese Hypothese zu überprüfen, wurden 2009 in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Leitbetriebe Ökologischer Landbau in NRW" Feldversuche auf zwei Praxisbetrieben durchgeführt. Ziel dieser Feldversuche war es nicht allein diese Strategien zur Regulation der annuellen Unkräuter unter verschie-denen Umwelten zu untersuchen, sondern die Projektinhalte durch Rückkoppelung mit Beratung und Praxis ggfs zu erweitern und zielgruppengerecht in den Wissenstransfer zu bringen.