Am 7. Juli fand der jährlich stattfindende Rundgang im Öko-Beerenobst in Köln-Auweiler statt. Sarah Meyer, Versuchsleiterin im Öko-Beerenbereich, führte durch die Versuche im ökologischen Erdbeer-, Himbeer-, und Heidelbeeranbau.
Remontierende Erdbeeren im Bio-Anbau
Schwerpunkt war auch in diesem Jahr der ökologische Anbau von remontierenden Erdbeeren. Während die Remontierersorten vor einigen Jahren noch aufgrund des eher schwächeren Geschmacks wenig interessant für den Bio-Anbau waren, haben die Züchter verstärkt daran gearbeitet, sodass mittlerweile auch von diesen Pflanzen schmackhafte Früchte geerntet werden können. Dazu gehören Sorten wie 'Favori', 'Florice', 'Hademar' und 'Finette'. Auch im Bereich des biologischen Pflanzenschutzes hat sich in den letzten Jahren viel getan. Andrea Sausmikat, Beraterin im ökologischer Beerenobstanbau, erläuterte den Einsatz verschiedener Nützlinge und biologischer Mittel. Die Ernte der späten Juniträgersorten im Freiland war bereits abgeschlossen. Hier präsentierte Sarah Meyer aktuelle Ergebnisse zu den Sorten 'Cadenza', 'Zappa', 'Marieka' und 'Malwina'.
Andrea Sausmikat informierte über die Pflanzenschutzmaßnahmen und den Nützlingseinsatz.
Zwischenfrüchte vor Himbeeren
Biohimbeeren werden in Köln-Auweiler in Substratrinnen kultiviert, die es der Pflanze erlauben, in den gewachsenen Boden zu wurzeln. Da es trotz Substrateinsatz über mehrere Jahre zu Nachbauproblemen kommen kann, wurde die Aussaat von Sandhafer in den Rinnen erprobt. Die Frage, wie eine Zwischenfrucht optimal in die Himbeerfruchtfolge in Substratrinnen eingebunden werden kann, steht noch am Anfang. Ein weiterer Schwerpunkt der Versuche im Bereich Himbeeren war die Anzucht von Long Canes unter Biobedingungen. Daneben wurden Versuchsergebnisse von verschiedenen Sorten und Kulturverfahren vorgestellt.
Heidelbeeren im Damm- und Flachanbau
Die Heidelbeerversuche in Tunnel und Freiland befinden sich nun im vierten Ertragsjahr, sodass die Ergebnisse dieser Dauerkultur immer interessanter werden. Verglichen wurden unterschiedliche Substrate und Kultursysteme für den biologischen Heidelbeeranbau. Die Erträge des Anbaus auf einem Damm lagen, wie im Vorjahr, deutlich über den Erträgen des Flachanbaus in einem Graben.
Nach der Besprechung der Versuche wartete die Verkostung der Früchte auf die Teilnehmer.
Sarah-Francoise Meyer, Landwirtschaftskammer NRW