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Spielerischer Austausch zum Ökolandbau

10.09.2026
LaGa Neuss Quizfragen

„Richtig oder falsch?: Bioware in deutschen Läden wird nur in Deutschland produziert.“ „Wie viele Biobetriebe gab es 2024 in Deutschland?“ „Wie häufig findet eine Biokontrolle auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben statt?“ Das waren nur drei der insgesamt zehn Quizfragen, die am vergangenen Samstag an einer Kordel im frischen Wind flatterten, der die Landesgartenschau in Neuss an diesem ersten Wochenende im Frühherbst umwehte

Dort informierten am 5. September vier Kolleginnen aus dem Ökoteam der Landwirtschaftskammer NRW über den ökologischen Land- und Gartenbau zwischen Rhein und Weser - und das auf spielerische Art und Weise. Zusätzlich zu den an der Wäscheleine wehenden Frage- und Infokarten hatten Laura Schmitz und Selina Schönenborn, beide auf den Ökolandbau in der Bildung spezialisiert, gemeinsam mit Henrike Schuhknecht, Koordinatorin der Öko-Modellregionen NRW, zwei weitere Spiele vorbereitet, die die Besucherinnen und Besucher des Forums Landwirtschaft an den Stand der Landwirtschaftskammer lockten.

LaGa Neuss Saatgutquiz
Das Saatgut-Quiz stellte die Rätselnden vor allem beim Getreide vor eine echte Herausforderung.

So mussten im Saatgut-Quiz Erbsen, (Acker)Bohnen, Rapssaat, Mais und Getreidekörner als solche erkannt und den entsprechenden Abbildungen der Kulturen im Anbau auf dem Acker zugeordnet werden. Das war vor allem bei Raps und Getreide herausfordernd, lassen sich für den Laien Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel in seiner noch nicht entspelzten Form kaum auseinanderhalten. Hier trennte sich - sprichwörtlich! - die Spreu vom Weizen und beim Zuordnen wurde schnell deutlich, ob sich ein Landwirt oder eine Gärtnerin oder aber ein Besucher ohne jegliche Vorahnung an den mit dem Saatgut gefüllten Gläschen versuchte.

LaGa Neuss Siegelquiz
Beim Siegel-Quiz taten sich viele Besucher schwer mit einer eindeutigen Zuordnung. 

Dieselbe Erfahrung machten die vier Quizmasterinnen an der dritten Station: Hier sollten die Neugierigen anhand der Verpackungen verschiedener Lebensmittel entscheiden, ob selbige ein Bio- oder ein konventionell erzeugtes Produkt waren. Schnell wurde deutlich, wer sich im Alltag mit dem Label-Dschungel regelmäßig auseinandersetzt und die verschiedensten Siegel auseinanderhalten und deuten kann - und wer sich eher in dem Wirrwarr auf den Verpackungen verfängt und vom Marketing der Hersteller zu Fehlannahmen verleiten lässt. 

Das positive Fazit am Ende des Tages: Es war spannend und hat Spaß gemacht, mit den Besucherinnen und Besuchern über deren Bild vom Biolandbau ins Gespräch zu kommen und in diesem Zuge das eine oder andere Vorurteil aufzulösen.


Meike Siebel,
Landwirtschaftskammer NRW