Logo der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Stechapfel: Aus wenig wird viel

08.10.2026
Stechapfel-Wiederaustrieb

Stechapfelpflanzen, die nach der Maisernte wieder ausgetrieben sind. 


 

Stechapfel-Samen
Aus wenig wird dann ganz viel. Und das für Jahre und Jahrzehnte. 

Stechapfel ist schon lange keine Seltenheit mehr. Die Bekämpfungsmöglichkeiten sind begrenzt. Unter anderem in Kartoffeln ist das Nachtschattengewächs Stechapfel nur schwerlich vom Nachtschattengewächs Kartoffel zu trennen. 

Erste einzelne Pflanzen, die derzeit zum Beispiel nach der Maisernte zu sehen sind, lassen sich zur Getreidesaat leicht mechanisch zerstören oder würden den Winter auch ohne Bearbeitung nicht überstehen. Beides stört Stechapfel nicht in seiner Überlebensstrategie. Die neue Saat ist gesichert. Selbst wenn die Samen noch nicht voll ausgereift sind, sind die keimfähig. Sogar aus grünen Samen, die vor zehn Jahren im eigenen Garten ausgesät wurden, erwachsen immer noch neue Pflanzen. 

In einer Fruchtkapsel sind je nach Größe zwischen 100 und 500 Samen enthalten. Werden die Pflanzen von Hand entfernt, sollten Handschuhe getragen werden: Alle Pflanzenteile sind giftig. 


Günter Klingenhagen,
Landwirtschaftskammer NRW