Was auf den ersten Blick wie ein kleines Detail wirkt, entscheidet darüber, ob die Tränkewasserprobe im Labor realistische oder verfälschte Ergebnisse liefert. Der Grund: Wasser verändert sich schnell, sobald es mit Luft in Kontakt kommt oder sich nicht mehr gut durchmischen lässt.
Für die Probenahme gilt:
- Für chemische Untersuchungen, wie pH-Wert, Mineralstoffe oder Eisen, wird die Flasche randvoll ohne Luftblase gefüllt. Schon ein kleiner Luftraum kann dazu führen, dass sich Gase austauschen und sich wichtige Parameter verändern.
- Für mikrobiologische Untersuchungen, wie auf die Keimbelastung, sollte die Flasche hingegen nicht ganz voll sein. Ein kleines Luftpolster ist notwendig, damit die Probe im Labor aufgeschüttelt und gleichmäßig durchmischt werden kann. Nur so lassen sich Keime zuverlässig nachweisen.
Saubere Gefäße
Ebenso wichtig wie die richtige Füllmenge ist die Wahl des passenden Probengefäßes. Für mikrobiologische Wasseruntersuchungen müssen grundsätzlich sterile Flaschen verwendet werden. Bereits geringfügige Verunreinigungen des Gefäßes können das Untersuchungsergebnis beeinflussen und zu Fehlbewertungen der Wasserqualität führen. Die LUFA NRW stellt für diesen Zweck sterile Probenflaschen zur Verfügung. Alternativ sind sterile Probengefäße häufig auch über Apotheken erhältlich. Sofern keine geeigneten Laborflaschen verfügbar sind, können ersatzweise sorgfältig ausgekochte Mineralwasserflaschen verwendet werden.
Gut zu wissen
Die unterschiedlichen Anforderungen haben also nichts mit „richtig“ oder „falsch“ zu tun, sondern mit dem Ziel der Untersuchung. Jede Analyse braucht ihre eigene optimale Probenbehandlung. Detaillierte Angaben, auch zu den benötigten Probenmengen, geeigneten Probengefäßen und dem Flaschenmaterial, finden Sie im Auftragsformular Tränkwasser bei der LUFA NRW.
Aussagekräftige Ergebnisse lassen sich durch kleine Details erreichen; sie liefern damit eine sichere Grundlage für die Gesundheit des Tierbestandes.
LUFA NRW