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Weniger Milch, mehr Käse und Butter

01.05.2026

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) verbrauchten die Menschen in Deutschland 2025 pro Person mit gut 45 kg rund 1 kg weniger Konsummilch als im Vorjahr. Käse und Butter hingegen wurden beliebter: So verbrauchte jeder Mensch rund 1 kg Käse sowie ein Päckchen Butter (250 g) mehr als noch 2024. 

Laut der BZL-Versorgungsbilanz Milch lieferten heimische Erzeuger im Jahr 2025 rund 31,6 Mio. t Milch an deutsche Molkereien. Das war gut ein % mehr als im Vorjahr. Daraus wurden unter anderem 4 Mio. t Konsummilch, 2,8 Mio. t Käse und 518 100 t Butter sowie Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse (in Produktgewicht) hergestellt. Wobei für die verschiedenen Produkte unterschiedlich viel Milch benötigt wird: Um beispielsweise ein 250 g-Päckchen Butter herzustellen, bedarf es rund 5 kg Milch. 

Pro-Kopf-Verbrauch Milch

Hergestellte Milchmenge sinkt weiter

Die hergestellte Menge an Konsummilch sank zum fünften Mal in Folge, diesmal um 2,6 %. Der rechnerische Verbrauch fiel um rund 1 kg auf 45,1 kg pro Kopf. Der Selbstversorgungsgrad blieb 2025 mit 106,3 % nahezu konstant (Vorjahr: 106,6 %). 

SV-Grad Milch

Butter und Streichfetterzeugnisse mit Plus

Die Herstellungsmenge von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen stieg 2025 um 9,4 %. Der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch stieg um 250 g auf 5,6 kg (in Produktgewicht). Die gesteigerte Produktion, die geringere Einfuhr (-7,9 %) und die größere Ausfuhr (+5,2 %) führten insgesamt zu einem höheren Selbstversorgungsgrad von 111,5 % (2024: 106,6 %).

Beliebtheit von Käseerzeugnissen nahm zu

Die Käseherstellung wuchs leicht von 2,74 (2024) auf 2,76 Mio. t. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg bei den meisten Käseerzeugnissen (Hart-, Schnitt- und Weichkäse und vor allem bei Frischkäse) an. Ausnahmen stellen Pasta filata und Schmelzkäse dar. Insgesamt verbrauchten die Bürgerinnen und Bürger mit 26,4 kg Käse pro Person erneut knapp 1 kg mehr als im Jahr zuvor. Der Selbstversorgungsgrad sank auf 125 % (Vorjahr: 129 %). 


BLE