Alle zwei Jahre findet die „WiTa“, die Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, statt, immer reihum verteilt über Institutionen und Forschungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum. Die WiTa 2026 ist die 18. Veranstaltung ihrer Art, Veranstalter war dieses Mal vom 3. bis 6. März die Universität Bonn - ganz genau die Professur Agrarökologie und Organischer Landbau, AOL, Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz.
Bonn war 2013 zum letzten Mal der Austragungsort. Neben dem AOL-Team, das maßgeblich mit der Organisation befasst war, hat sich auch der Fachbereich Ökologischer Land- und Gartenbau der Landwirtschaftskammer NRW bei der Tagungsplanung und -durchführung eingebracht. Unter anderem waren das Versuchszentrum Gartenbau Köln-Auweiler und dort der Schwerpunkt ökologischer Obst- und Gemüsebau sowie der ökologische Leitbetrieb Bolten ein Ziel der Exkursionen, die im Rahmen der Tagung auf dem Plan standen.
Insgesamt vier Exkursionen wurden angeboten, alle unter einem treffenden Motto. So lief der Besuch des Campus Wiesengut an der Sieg und vom Campus Frankenforst im Siebengebirge unter dem Titel „Agrarforschung op de Schääl Sick“, „Kurze Wege, weite Perspektiven“ bot die Exkursion zum Campus Klein-Altendorf und Biolandhof Luhmer in Wachtberg, „Blickpunkt Nährstoffmanagement“ war das Thema der genannten Exkursion nach Auweiler und zum Biohof Bolten in Niederkrüchten, und „Landschaftspflege durch Beweidung im Naturschutzgebiet“ führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Wahner Heide und zum Gut Leidenhausen bei Porz. Auch bei den Exkursionszielen standen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Weiterentwicklung eines Landwirtschaftsmodells im Vordergrund, das auf proaktiven Ressourcenschutz, systemisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung setzt.
Meike Siebel, Landwirtschaftskammer NRW