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Züchtungsfortschritt im Futterbau nutzen

14.10.2026
Gräserzüchtung für den Futterbau
Gräserzüchtung für die Milchviehfütterung.

Unabhängig von der jeweiligen Kulturart führt die Pflanzenzüchtung zu einer stetigen Optimierung und Steigerung der Erträge, der qualitätsrelevanten Merkmale sowie der Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Witterungseinflüssen. 

Neben dem allgemeinen technologischen Fortschritt in der Landwirtschaft sorgt daher vor allem der kontinuierliche Einsatz dieser fortlaufenden züchterischen Entwicklungen für ein qualitatives Wachstum auf der Anbaufläche. Dies gilt in besonderem Maße auch für Futterpflanzen. Um eine offizielle Empfehlung für die landwirtschaftliche Praxis zu erhalten, müssen Sorten einen klaren züchterischen Mehrwert aufweisen. Diesen müssen sie zuvor in intensiven Wert- und Landessortenprüfungen sowie in speziellen Ausdauerprüfungen in Mittelgebirgslagen unter Beweis stellen.

Gezielte Sortenwahl 

Obwohl die züchterischen Fortschritte bei Futterpflanzen in der Praxis oft nicht direkt sichtbar oder isoliert messbar sind, da sie häufig von produktionstechnischen Faktoren, wie Düngung, Nutzungsintensität und Erntezeitpunkt sowie von den Witterungsbedingungen überlagert werden, bilden sie dennoch ein relevantes Fundament zur Ertrags- und Qualitätsabsicherung. Die Verwendung von Futterpflanzensorten, die von den Landwirtschaftskammern und Landesdienststellen für die jeweiligen Regionen empfohlen werden, trägt somit entscheidend zu einer verbesserten Ressourceneffizienz auf der Fläche bei und steigert zudem die Grundfutterleistung der Tiere. Letztlich ist die gezielte Sortenwahl damit direkt mit dem betriebswirtschaftlichen Erfolg verknüpft.


Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer NRW