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Zwölf Punkte für die Zukunft

10.10.2025

Rund 20 Verbände der ökologischen Landwirtschaft, des Natur-, Tier- und Umweltschutzes haben eine Zwölf-Punkte-Strategie für eine zukunftsfähige Ernährungswirtschaft sowie einen Kurswechsel in der Landwirtschaft vorgelegt.

Der Deutsche Naturschutzring schreibt dazu: „Die deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie die unterzeichnenden Landwirtschaftsverbände blicken mit großer Sorge auf die agrarpolitischen Weichenstellungen der neuen Bundesregierung. Angesichts des dramatischen Verlusts der biologischen Vielfalt, der sich zuspitzenden Klimakrise und der Herausforderungen beim Umbau der Tierhaltung darf der Übergang zu einem zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungssystem nicht weiter verschleppt werden. Statt Rückschritte braucht es jetzt entschlossenes Handeln. 

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist kein „nice-to-have“, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit, Investition in unsere Ernährungssicherheit und internationale Verpflichtung. Für die gesunde Ernährung der Menschen, eine krisenfeste Zukunft der Landwirtschaft und lebenswerte ländliche Räume sind grundlegende Reformen in der Agrarpolitik überfällig. Der breite gesellschaftliche Konsens der Zukunftskommission Landwirtschaft und des Strategischen Dialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft bieten hierfür eine solide Grundlage.“


Tina Andres, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), meint: „Die Zivilgesellschaft will mehr Tierwohl und Artenschutz. Gemeinsam fordern wir die Politik dazu auf, Bio zu stärken. Vereint fordern wir, die vielfältigen Leistungen des Ökolandbaus für Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu nutzen, unbürokratisch zu honorieren und die Mittel für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau sowie die Forschung für den Ökolandbau anzuheben.  Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Landwirtschaft, weniger Überdüngung und weniger Pestizideinsatz. Wir brauchen intakte Agrarökosysteme mit den dafür notwendigen Insekten zur Bestäubung. Bio zahlt nachweislich auf all diese lebenswichtigen Bedarfe ein. Es geht um das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen in Deutschland.“ 

Die Verbände fordern die Bundesregierung dazu auf, faire, gesunde und nachhaltige Ernährungsumgebungen zu fördern und die öffentliche Beschaffung zur Steigerung des Ökolandbaus zu nutzen. Die Außer-Haus-Verpflegung der öffentlichen Hand sollte sich an der Planetary Health Diet und den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren.


DNR e.V./BÖLW e.V.